Anzeige

Zyklon „Gati“ sorgt in Somalia für Überschwemmungen

Earthview

Bei Zyklon „Gati“, der am Sonntag, den 22.11., in Somali auf Land traf, handelt es sich um den schwersten tropischen Wirbelsturm, der Somalia seit dem Beginn der Satellitenaufzeichnungen vor 50 Jahren erreicht hat.

Wegen der mit dem Sturm verbundenen Regenfälle, die der Niederschlagsmenge mehrerer Jahre in weniger als zwei Tagen entsprach, kam es zu größeren Überschwemmungen. In der Stadt Boosaaso am Golf von Aden zum Beispiel erreichte die Niederschlagsmenge in 24 Stunden 128 Millimeter, während die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge nur 20 Millimeter beträgt. Etwa 15.000 Menschen mussten in der dünn besiedelten Region ihre Häuser verlassen. Viele Straßen wurden zerstört und auch die regionalen Wasser-, Strom- und Telekommunikationsnetze wurden beschädigt

„Gati“ ragt noch aus einem anderen Grunde heraus:  In nur zwölf Stunden stieg die Windgeschwindigkeit des Zyklons von 65 Kilometern pro Stunde bis auf 185 Kilometer pro Stunde an – der größte Anstieg innerhalb dieses Zeitraums, der jemals im Indischen Ozean registriert wurde. Als Gründe für die explosive Entwicklung vom einfachen tropischen Tiefdruckgebiet zu einem Zyklon der Kategorie 3 gaben die Meteorologen die geringe Größe des Sturms, die hohen Wassertemperaturen im Indischen Ozean und schwache Scherwinde an.

Anzeige

In den Schlagzeilen

Dossiers zum Thema

Hurrikans - Zerstörerische Wirbelstürme im Aufwind?

Klimawandel - Bringt der Mensch das irdische Klima aus dem Gleichgewicht?

Naturkatastrophen

Verhaltensregeln

Was tun bei Stürmen, Erdbeben oder Tsunamis? GFZ Potsdam, DWD und BBK verraten Ihnen, wie man sich richtig verhält.