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Yellowstone-Nationalpark nach Rekordüberschwemmungen geschlossen

Earthview

Alle fünf offiziellen Zugänge des Yellowstone National Parks in den USA wurden wegen schwerer Regenfälle und Überschwemmungen bis auf weiteres geschlossen. Die Parkverwaltung warnte vor herababstürzenden Felsen, Schlammlawinen und „extrem gefährlichen Bedingungen“ im Park.

Auslöser der Überschwemmungen und Erdrutsche waren tagelange sintflutartige Regenfälle. Nach Angaben von Meteorologen lagen die Niederschlagsmengen in den an den Nationalpark grenzenden Regionen Wyomings und Montanas bei etwa 400 Prozent des sonst im Juni üblichen  Niveaus. Verschärft wurde die Lage durch eine gleichzeitig einsetzende Schneeschmelze. Die Parkverwaltung bezeichnete die Niederschläge und Überschwemmungen als beispiellos. Der Pegelstand des Yellowstone-Fluss bei Corwin Spings erreichte am Montag 4,2 Meter und lag damit deutlich über dem bisherigen Rekordwert von 3,5 Metern, der dort 1918 registriert worden war. Ein anderer Fluss , der Gardener River, schnitt im Norden des Parks die Ortschaft Gardner von der Außenwelt ab. In dem in der Nähe des Nordeingangs gelegenen Ort leben etwa 900 Menschen, darunter viele Parkangestellte.

Nach Angaben der Parkverwaltung ist es bislang nicht abzuschätzen, wann der Park wieder für Besucher geöffnet wird.  Bevor die Schäden an den Straßen, Wegen und Brücken begutachtet werden können, müssten erst die Pegelstände auf eine normales Maß zurückgehen. Aktuell ist aber nach Angaben der Wetterdienste erst einmal weiterer Regen zu erwarten.

Es handelt sich um die erste vollständige Schließung des  8.900 Quadratkilometer großen Geländes seit 34 Jahren. Damals, im Jahre 1988, war der Yellowstone-Park den Sommer über wegen verheerender Waldbrände für Touristen gesperrt.

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