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Westen der USA erlebt Rekord-Hitzewelle

Earthview

Der Westen der USA ächzt aktuell unter einer rekordträchtigen Hitzewelle. Die Temperaturen liegen bis zu zehn Grad über dem saisonalen Durchschnitt. In Las Vegas wurde am Dienstag, dem 15. Juni, mit 45 Grad Celsius ein neuer Juni-Rekord registriert, Phoenix, Arizona, meldete 47 Grad Celsius und das kalifornische Palm Springs gar über 48 Grad Celsius. Auch aus den nördlichen Bundesstaaten Montana und Wyoming wurden Temperaturen gemeldet, die leicht über dem 2019 aufgestellten deutschen Rekord von 41,2 Grad Celsius liegen.

Die Hitzewelle verschärft die ohnehin angespannte Dürresituation im Südwesten der USA. Nach offiziellen Angaben gilt für 88 Prozent des Westens der Dürre-Notstand, darunter die gesamte Fläche der Bundesstaaten Kalifornien, Oregon, Utah und Nevada. Geringe Schneefälle im vergangen Winter und eine schnelle Schneeschmelze, bei der das abfließende Wasser in den trockenen Boden sickerte oder verdunstete,  sorgten dafür, dass kaum Schmelzwasser die Flüsse, Seen und Stauseen erreichte. Lake Mead, der an der Grenze von Nevada und Arizona gelegene größte Stausee des Landes, weist den niedrigsten Pegel seit seiner Entstehung in den 1930er-Jahren auf und ist nur noch zu etwas über einem Drittel gefüllt – und dies schon im Juni. Auch der Pegel des Lake Oroville  in Nordkalifornien liegt 50 Meter niedriger als 2019.

Sorgen machen den Behörden vor diesem Hintergrund auch die Waldbrände, die 2021 ungewöhnlich früh und heftig begannen. Ende Mai hatten Brände in Kalifornien schon fünf Mal so viel Vegetation zerstört wie zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.

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