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Waldbrand im Nordosten Spaniens breitet sich explosionsartig aus

Earthview

Ein am Samstag in der Provinz Saragossa im Nordosten Spaniens ausgebrochener Waldbrand ist das neueste unter den zahleichen Großfeuern, die Spanien in diesem Sommer bereits erlebt hat. Das Feuer breitete sich vom Brandherd in der Nähe der Ortschaft Añón de Moncayo in weniger als 24 Stunden in einem Umkreis von etwa 50 Kilometern aus. Die bisher verbrannte könnte bis zu 8.000 Hektar groß sein. Weil die Brände nach wie vor nicht unter Kontrolle sind, mussten etwa 1.500 Bewohner mehrerer Ortschaften in der betroffene ihre Häuser räumen.

Auch ein paar hundert Kilometer weiter südlich in Jumilla lodert aktuell ein großer Waldbrand, der durch einen Blitz ausgelöst worden sein soll.

2022 ist für Spanien das verheerendste Waldbrandjahr seit Beginn der systematischen Erfassungen. Bisher wurden nach Messungen des europäischen Erdbeobachtungssystems Copernicus bei fast 390 Waldbränden schon mehr als 260.000 Hektar zerstört. Diese 2.600 Quadratkilometer entsprechen in etwa der Fläche des Saarlandes. Aber auch für Europa ist ein Rekordwert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2006 zu verzeichnen: Durch die verschiedenen Großfeuer sind in diesem Jahr bereits rund 660.000 Hektar Land verbrannt. Neben Spanien war insbesondere Rumänien betroffen.

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