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Vulkanausbruch lässt Kanareninsel La Palma wachsen

Earthview

Der Ausbruch des Vulkans Cumbre Vieja auf der Kanareninsel La Palma dauert an, noch immer fließt Lava den Westhang hinab in Richtung Atlantik. Auf ihrem etwa sechs Kilometer langen Weg zum Meer erfasste sie nach Behördenangaben inzwischen mehr als 470 Hektar Land und zerstörte mehr als 850 Gebäude. Etwa 6.000 mussten aus der gefährdeten Zone in Sicherheit gebracht werden. Ein Ende des aktuellen Ausbruchs ist nach Angaben von Vulkanologen nicht in sicht.

Die anhaltenden Ausbrüche hatten auch Auswirkungen auf den Vulkan selbst: Bereits am 25. September erfolgte ein Teilkollaps des neuen, etwa 250 Meter hohen Vulkankegels an der Westflanke. Am Abend des 3. Oktobers stürzte dann ein Teil der westlichen Kraterwand ein, wodurch der innere Lavasee verschüttet zeitweise wurde. In der Nacht auf Samstag, den 9. Oktober stürzte schließlich die Nordflanke des alten Kraters ein. Durch den Zusammenbruch ältere Strukturen entstanden an mehreren Orten neu Vulkanausgänge.

Die austretenden Lavaströme, die im Extremfall bis zu 50 Meter Höhe erreichten, führten zu großflächigen Zerstörungen am Westhang des Berges. In der Nacht zum 29. September erreichte die Lava bei der Playa Nueva die Küste und floss in den Atlantik. Das Mündungsdelta schob sich auf einer Breite von 500 Metern in das im dortigen Küstenabschnitt über 20 Meter tiefe Wasser vor. Erste Berichte gehen von einem bereits bis zu 25 Hektar großen Gebiet aus. Die vor Ort tätigen Wissenschaftler wollen nun die neu entstandene Landzunge mit Hilfe von Drohnen genauer vermessen.

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