Anzeige

Vier Menschen sterben bei schwerem Erdbeben in Fukushima

Earthview

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 erschütterte am späten Abend des 16. März 2022 die japanische Region Fukushima und forderte nach bisherigen Meldungen vier Menschenleben. Mehr als 100 weitere Personen wurden verletzt. Das Beben ereignete sich nach Angaben des Japan Meteorological Agency (JMA)  60 Kilometer vor der Küste von Fukushima in einer Tiefe von 57 Kilometern.

Nach Angaben der japanischen Behörden war das Beben ungewöhnlich stark und langanhaltend. Auch im 250 Kilometer weiter südlich gelegenen Tokio waren die Auswirkungen des Beben noch zu spüren. Insgesamt fiel in der Nacht in mehr als 2,2 Millionen Haushalten des Landes der Strom aus. Ein Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszugs entgleiste, doch keiner der etwa 100 Passagiere wurde verletzt.

Das Beben löste vergleichsweise kleine Tsunami-Wellen von 30 Zentimeter Höhe aus, die etwa eine Stunde nach dem Beben auf die Küsten Japans trafen. Aufgrund des Risikos von Nachbeben sei die Regierung weiterhin in höchster Alarmbereitschaft, wie Ministerpräsident Fumio Kishida berichtet.

Japan befindet sich über der Nahtstelle von gleich vier tektonischen Platten und ist damit das mit am stärksten von Erdbeben betroffene Land der Welt. Vor fast genau 11 Jahren, am 11. März 2011, ereignete sich ebenfalls in der Region ein Beben der Stärke 9 und löste einen verheerenden Tsunami und einen Supergau im Atomkraftwerk Fukushima aus. Infolge des Erdbebens und der verheerenden Flutwelle verloren damals mehr als 18.000 Menschen ihr Leben.

zur Earthview-Übersicht

Anzeige
Anzeige

In den Schlagzeilen

Dossiers zum Thema

Erdbeben - Vorhersagbar oder aus heiterem Himmel?

Naturkatastrophen

Verhaltensregeln

Was tun bei Stürmen, Erdbeben oder Tsunamis? GFZ Potsdam, DWD und BBK verraten Ihnen, wie man sich richtig verhält.