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US-Bundesstaat New Mexico meldet größten Waldbrand seiner Geschichte

Earthview

Der ausgedehnte Waldbrand mit dem offiziellen Namen „Calf Canyon-Hermits Peaks Fire“ ist nach neuesten Angaben nun der größte in der Geschichte des US-Bundesstaates New Mexico. Das Feuer entstand aus dem Zusammenschluss des am 19. April ausgebrochenen „Calf Canyon Fire“ mit dem bereits seit über einem Monat brennenden „Hermits Peak Fire“. Mit etwa 1.212 Quadratkilometer Fläche übertrumpfte es am Dienstag das „Whitewater-Baldy Fire“, das 2012 im Süden New Mexicos 1.205 Quadratkilometer Wald- und Buschland vernichtete. Damit übertrifft der neue Rekordhalter bereits  jetzt die Gesamtfläche aller Waldbrände, die im vorangehenden Jahr in New Mexico registriert wurden.

Seit dem Ausbruch der Feuer mussten bisher etwa 26.000 Menschen evakuiert werden, mehr als 10.000 Häuser und Wohnungen wurden von Flammen in Mitleidenschaft gezogen. Die Bewohner von 50.000 Wohnungen wurden vorsorglich dazu aufgefordert, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. Am Montag meldeten die lokalen Behörden, dass die rund 2.000 im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute etwa 27 Prozent des Brandes eingedämmt hätten.

Das Calf Canyon-Hermits Peaks Fire ist nur das größte einer ganzen Serie von Bränden, die New Mexico in diesem Frühjahr heimsuchen. Begünstigt werden die Brände durch das ungewöhnlich warme, windige und trockene Wetter. Weiter verschärft wird die Lage durch die langanhaltende Dürre in weiten Teil des Südwestens der USA, die nach Auskunft von Klimaforschern zur den trockensten Bedingungen seit 1.200 Jahren geführt hat. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von aktuell etwa zwei Prozent brennt die ausgetrockcnete Vegetation wie Zunder.

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