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Überschwemmungen in Ostaustralien zwingen zehntausende Menschen zur Flucht

Earthview

Die australische Ostküste ist nach tagelangen schweren Regenfällen erneut von großflächigen Überschwemmungen betroffen. Zehntausende Menschen wurden aus ihren Wohnungen vertrieben oder dazu aufgefordert, die Überschwemmungsgebiete aus Sicherheitsgründen zu verlassen.

Besonders betroffen ist der Großraum Sydney, wo im Westen der Metropole in den ersten Julitagen bereits vier Mal so viel Regen fiel, wie sonst im ganzen Monat. Die meisten Rückhaltedämme in der Region sind bereits am überlaufen. In den Orten rund um die Flüsse Nepean und Hawkesbury erging am Montagmorgen eine Evakuierungsorder an 30.000 Menschen. Mitte der Woche ginge wurden weitere Evakuierungsmaßnahmen beschlossen, so dass inzwischen 50.000 Menschen betroffen sind . Die Notmaßnehmen treffen eine Bevölkerung, die sich noch nicht von den Zerstörungen der historischen Fluten der letzten zwölf Monate erholt hat.

In der Stadt Sydney selbst fielen in den letzten Tagen zwar „nur“ 20,2 Zentimeter Niederschlag, aber auch das reichte aus, um einen neuen Rekord aufzustellen: Mit den 1.769 Millimeter Niederschlag, die bis zum 4. Juli in diesem Jahr bereits registriert wurden, übertraf 2022 den bisherigen Rekordhalter 1890 um satte 190 Millimeter. Und obwohl noch Monate bis zum Jahresende verbeleiben, steht 2022 bereits auf Platz 11 der regenreichsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen.

Der australische Wetterdienst warnte davor, dass die Wasserstände in der Region mindestens so hoch steigen könnten wie im März, als weite Teile derselben Gegend überflutet waren. In nur drei Monaten fiel damals so viel Niederschlag wie sonst in einem ganzen Jahr. Nach Angaben von Jane Golding, der Managerin des Wetterdienstes, wurden in einigen Gebieten zwischen dem nördlich von Sydney gelegenen Newcastle und dem südlich davon gelegenen Wollongong mehr als ein Meter Niederschlag in 24 Stunden gemessen. Die Spitzenwerte sollen bei 1,5 Metern gelegen haben. Laut eines Statements des Emergency Management Ministers Murray Watt könnten dieses Mal sogar Gebiete von den Fluten erfasst werden, die von den Flutereignissen der letzten 18 Monate verschont blieben.

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