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Tornadoserie im US-Bundesstaat Alabama

Earthview

Schwere Unwetter haben am 25. März im südlichen US-Bundesstaat Alabama für schwere Zerstörungen gesorgt. Im Gefolge der Sturmfront wurden mehr als ein Dutzend Tornados gemeldet, die für hunderte zerstörten Gebäude sowie Stromausfälle durch beschädigte Oberleitungen sorgten. Mindestens fünf Menschen kamen bisher ums Leben.

Besonders stark betroffen von den Tornados war der Bezirk Calhoun: Einige Häuser sind etwa durch umgestürzte Bäume oder weggeflogene Dächer und Hauswände unbewohnbar und dutzende Menschen verletzt. Nach Medienberichten starben in der östlichen Stadt Ohatchee drei erwachsene Familienmitglieder, die sich unter einer Holzbalken versteckt hatten, sowie ein Mann in einem Wohnwagen. Ein weiteres Todesopfer soll es in der 17 Kilometer entfernten Stadt Wellington gegeben haben – eine Frau, die in ihrem Wohnwagen vor dem Unwetter nicht geschützt genug war.

Insgesamt waren in ganz Alabama mehr als 35.000 Menschen zwischenzeitlich ohne Strom. Viele Regionen sind weiterhin stark beeinträchtigt und  vielerorts sind noch nicht geborgene Trümmerteile verteilt. Die Unwetterfront zog zudem Freitagnacht, Ortszeit, Richtung Osten und Westen in die benachbarten Bundesstaaten Mississippi und Georgia und soll auch dort zu Stromausfällen, Zerstörungen und Verletzten geführt haben.

Und die Gefahr in den US-Staaten ist noch immer nicht vorüber: Die Gouverneurin von Alabama, Kay Ivey, verhängte für 46 Bezirke den Notstand. Sie sollen weiter in Alarmbereitschaft bleiben. Nach Angaben des Nationalen Wetterdiensts soll die Unwetterfront am Freitag abgeschwächt in Richtung Ostküste abziehen, Tornados und Hagelschauer seien aber weiterhin möglich.

Immer wieder suchen schwere Tornados US-Staaten wie Alabama und Florida heim. So zum Beispiel, wenn warme Luftströme vom Golf von Mexiko auf Kaltfronten aus dem Nordwesten treffen. Noch 2019 starben in Alabama bei Tornados über 20 Menschen.

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