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Tornado hinterlässt in Südtschechien Schneise der Verwüstung

Earthview

Ein schweres Unwetter mit einem Tornado hat am Donnerstag in der im Südosten Tschechiens gelegenen Region Südmähren für Verwüstungen gesorgt. In sieben Dörfern in der Nähe des Dreiländerecks Tschechien-Slowakei-Österreich wurden Häuser zerstört, Dächer abgedeckt, Stromleitungen niedergerissen und Autos umhergeschleudert. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden bislang drei Tote aus den Trümmern geborgen. Rund 200 Menschen wurden verletzt, knapp 60 davon mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Die Suche nach möglichen Verschütteten dauert an. Hunderte Rettungskräfte aus dem ganzen Land gingen in den betroffenen Gemeinden von Haus zu Haus. Viele der verbliebenen Häuser sollen einsturzgefährdet sein. Die Armee schickte zur Unterstützung Soldaten mit schwerem Räumgerät. Die Nachbarländer Österreich und Slowakei stellten unter anderem Krankenwagen und Rettungshubschrauber zur Verfügung.

Der Tornado war nur das verheerendste Einzelereignis der gestrigen Extremwetterlage. Bis in die Nacht zogen schwere Sommergewitter über die Region hinweg. Rund um die Kleinstädte Breclav und Hodonin fielen tennisballgroße Hagelkörner. An dem zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden Schloss Valtice, dem ehemaligen Hauptsitz des Hauses Liechtenstein, entstand Millionenschaden.

Während in Deutschland pro Jahr schätzungsweise zwischen 20 und 60 Tornados auftreten, gelten die Wirbelstürme in Tschechien als seltene Erscheinung. Der letzte wurde vor drei Jahren gemeldet.

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