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Taifun „Rai“ fordert auf den Philippinen mehrere hundert Todesopfer

Earthview

Der Taifun „Rai“ richtete zwischen Donnerstag, dem 16.12., und Samstag, dem 18.12., schwere Zerstörungen auf den Inseln im Zentrum des asiatischen Inselstaates Philippinen an. Die Anzahl der Toten ist mittlerweile mehrfach nach oben korrigiert worden, auf inzwischen 375. Mindestens 500 Menschen wurden verletzt und mehr als 50 weitere Personen werden noch vermisst. Nach Angaben der philippinischen Katastrophenschutzbehörden mussten zudem mehr als 480.000 Menschen in Evakuierungszentren untergebracht werden. Viele von ihnen sind bis auf Weiteres obdachlos. Auch die Wiederherstellung der Stromversorgung und Telekommunikation wird in abgelegeneren Regionen noch länger auf sich warten lassen.

Taifun „Rai“, der auf den Philippinen den Namen „Odette“ erhielt, traf als Super-Taifun mit Windgeschwindigkeiten von rund 195 Kilometer pro Stunde auf den Philippinen ein, in Böen erreichte die Windgeschwindigkeit sogar bis zu 270 Kilometer pro Stunde. Die Zugbahn des Taifuns verlief unmittelbar nördlich der Hauptinsel Mindanao und berührte die Inseln Dinaga, Siargao, Pulo ng Bohol, Cebu und Negros, bevor der Sturm schließlich auch noch die Inselprovinz Palawan im äußersten Westen der Philippinen passierte. Es handelt sich den fünfzehnten und bislang schlimmsten Taifun in diesem Jahr, der die Philippinen zum Ende der Taifun-Saison traf. Durchschnittlich wird der Inselstaat im Westpazifik sogar von rund 20 Taifunen jährlich heimgesucht.

Der zum später zum Tropensturm herabgestufte „Rai“ zog zunächst nach Westen in Richtung Vietnam ab, bevor er nach Norden in Richtung der von Volksrepublik China kontrollierten Paracel-Inseln abdrehte. Dort soll der Sturm am Dienstagmorgen eintreffen.

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