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Hochwasserkatastrophe in Zentralchina

Earthview

Mindestens 25 Menschen kamen in der zentralchinesische Provinz Henan bei Überschwemmungen ums Leben. Ausgelöst wurde die Katastrophe durch die schwersten Regenfälle seit Menschengedenken. Der aktuell noch östlich von Taiwan befindliche Taifun „In-Fa“ hatte in Verbindung mit dem sogenannten „Western North Pacific Subtropical High“ für eine stabile Luftströmung gesorgt, die riesige Mengen feuchter Luft in die Region transportierte. Diese Großwetterlage sorgte auch in den Provinzen Zhejiang und Fujian für Unwetter.

In der Provinzhauptstadt Zhengzhou, einer etwa 650 Kilometer südwestlich von Peking gelegenen 12-Millionen-Metropole am Gelben Fluss, fielen von Samstag bis Dienstag insgesamt etwa 617 Millimeter Niederschlag – und dies bei einem Jahresdurchschnitt, der bei 640 Millimetern liegt. Damit liegen die dort registrierten Niederschlagmengen noch einmal deutlich über den zuletzt in Mitteleuropa niedergegangen Wassermassen. Die Überschwemmungen sorgten für ein Verkehrschaos und verursachten vielerorts Stromausfälle.

Die überflutete U-Bahn der Riesenstadt wurde für 12 Personen zur Todesfalle, 500 Personen konnten teilweise in letzter Minute aus den tief im Wasser stehenden Wagen gerettet werden. Insgesamt 200.000 Menschen im gesamten Stadtgebiet mussten aus Sicherheitsgründen zumindest zeitweise evakuiert werden.  In einem Großhospital mit 10.000 Betten musste wegen eines Stromausfalls und es überschwemmten Erdgeschosses ein Teil der Patienten evakuiert werden.

Infolge des Starkregens drohten zudem zwei Dämme zu brechen. Ein 20 Meter langer Riss im Yietan-Dam  bei der flussaufwärts von Zhengzhou  gelegenen Stadt Luoyang gefährdete nach Anagbe der örtlichen Behörden die Stabilität des Stauwerks. Die chinesische Armee sei für Sicherungs- und Rettungsmaßnahmen mit Personal angerückt. Nach einer Mitteilung der Hochwasserschutzzentrale in Zhengzhou, ist auch das Guojiazui-Reservoir im südlichen Stadtbereich von einem Bruch bedroht sei. In beiden Fällen wurden vorsorgliche Evakuierungen angekündigt.

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