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Subtropischer Wirbelsturm sorgt für schwere Schäden in Brasilien und Uruguay

Earthview

Der subtropische Wirbelsturm  „Yakecan“ hat am Montag, dem 18.05., in Brasilien und Uruguay für umgestürzte Bäume und unterbrochene Strom- und Telefonleitungen gesorgt. In dem brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul wurden 182.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. In der uruguayischen Hauptstadt forderte der Sturm sogar ein Todesopfer.

„Yakecan“ übertraf mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde, schweren Regenfällen und einer Sturmflut die üblichen Stürme vor der Ostküste Südamerikas. Nach Auskunft eines Mitarbeiters des Instituto Uruguayo de Meteorología (Inumet) sind dort besonders im Frühjahr und Herbst Wirbelstürme durchaus normal. Ungewöhnlich sei dagegen der Wechsel des über dem Atlantik entstandenen Sturms von einem extratropischen Wirbelsturm zu einem subtropischen Wirbelsturm. Dieser Wechsel hat nicht direkt mit der Intensität des Sturms  zu tun, sondern mit den Mechanismen, die ihn antreiben. Subtropische Wirbelstürme sind also Hybride mit Merkmalen extratropischer und tropischer Wirbelstürme.

Thema in den sozialen Medien waren auch die gewaltigen Schaummengen, die an den Küsten auftraten und die Strände großflächig weiß färbten. Ein Meeresbiologe erklärte, dass dieses Phänomen wahrscheinlich auf eine Algenblüte zurückgeht. Die organischen Substanzen wirken dabei wie die Tenside, die in Waschmitteln für die Schaumbildung verantwortlich sind.

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