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Sturmtief Nadia wütet in Nordeuropa

Earthview

Am Samstag, dem 29. Januar 2022, traf der von den britischen Inseln kommende Sturm Nadia auf die Nordseeküste und forderte sechs Menschenleben, sorgte für Stromausfälle und verursachte schwere Überschwemmungen. Der Sturm wütete dabei vor allem in Dänemark, Norddeutschland  und Polen und erreichte Windgeschwindigkeiten von mehr als 140 Kilometern pro Stunde.

In Brandenburg wurde ein Mann von einer Werbetafel, die sich im Sturm losgerissen hatte, erschlagen. In Großbritannien und Polen wurden drei Menschen von umstürzenden Bäumen tödlich getroffen. In Dänemark erlag eine ältere Frau ihren Verletzungen, die sie sich nach einem Sturz durch die schweren Winde zugezogen hatte, während in der Tschechischen Republik ein Mann unter einer umstürzenden Mauer begraben wurde und dabei starb.

Zugausfälle, umstürzende Bäume und unterbrochene Fährenverbindungen betrafen die gesamte Nord- und Ostseeküste. Allein in Hamburg kam es aufgrund des Sturms zu 300 Feuerwehreinsätzen. Der Pegelstand der durch Hamburg fließenden Elbe lag in der Nacht von Samstag auf Sonntag 2,84 Meter über dem mittleren Hochwasser und überflutete unter anderem den Altonaer Fischmarkt.

Die Sturmflut führte außerdem dazu, dass sich gegen 21:030 Uhr ein Binnenschiff im Hamburger Hafen unter der Freihafenelbbrücke festfuhr. Während des anschließenden Bergungseinsatzes mussten zeitweise die Autobahn 255 und der Zugverkehr gesperrt werden.

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