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Starkregen sorgt in Ostaustralien für schwere Überschwemmungen

Earthview

Anhaltende schwere Regenfälle haben im Nordosten Australiens zu großflächigen Überschwemmungen geführt. In dem am stärksten betroffenen Bundesstaat Queensland stieg die Zahl der Todesopfer auf bislang acht, ein weiteres Todesopfer war in New South Wales zu beklagen. Besonders schlimm betroffen waren Brisbane sowie die Gebiete entlang der nördlich der Millionenmetropole gelegenen Sunshine Coast.

In einigen Gegenden habe es innerhalb von wenigen Tagen so viel geregnet wie sonst in einem ganzen Jahr, hieß es. Während in Brisbane in einem durchschnittlichen Jahr etwa 120 Zentimeter Regen registriert werden, gingen seit Dienstag letzter Woche örtlich bis zu 150 Zentimeter Regen nieder. Nach Behördenangaben wurden in Queensland rund 18.000 Wohnhäuser von den „katastrophalen Fluten“ beschädigt oder zerstört, davon allein 15.000 in Brisbane und Umgebung. Mehr als 50.000 Häuser waren zeitweise ohne Strom. Öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, Züge und Fähren mussten den Dienst weitgehend einstellen.

Aktuell spitzt sich Lage um die im äußersten Nordosten von New South Wales gelegene Stadt Lismore zu. Dort fielen binnen 24 Stunden mehr als 400 Millimeter Regen. Wegen mehrerer Deichbrüche forderten die Behörden die 43.000 Einwohner dazu auf, die Stadt zu verlassen. Hunderte in ihren Häusern eingeschlossene Menschen warten dort indes darauf, von Rettungskräften geborgen zu werden. Auch in Australiens größter Stadt Sydney war es zuletzt zu Überschwemmungen gekommen, Meteorologen zufolge war es der nasseste Sommer in der Metropole seit 30 Jahren.

Die australischen Wetterdienste warnten, dass wegen weiterer schwerer Gewitter und intensiver Regenfälle an weiten Teilen der Ostküste Lebensgefahr wegen Überschwemmungen und Sturzfluten bestünde. Die aktuellen Regenfälle sind nicht das erste Wetterextrem, das Australien in dem noch junge Jahr 2022 trifft: Mitte Januar litten weite Teile des Landes noch unter einer erbarmungslosen Hitzeglocke. Im Westen des Landes wurden dabei Werte von teilweise mehr als 50 Grad verzeichnet.

Die letzte vergleichbare Flutkatastrophe traf Queensland 2011. Wochenlange Regenfälle kosteten damals 33 Menschen das Leben und vertrieben bis zu 200.000 Menschen aus ihren Wohnungen.

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