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Serie schwerer Seebeben vor Neuseeland

Earthview

Am Donnerstagmittag europäischer Zeit erschütterten drei starken Erdbeben Neuseeland. Der erste Erdstoß der Stärke 7,3 ereignete sich rund 100 Kilometer nordöstlich der an der Ostküste der Nordinsel gelegenen Stadt Gisborne. Etwa vier Stunden später folgte ein weiteres schweres Beben der Stärke 7,4 in der Nähe der zu Neuseeland zählenden Kermadec-Inseln, etwa 800 Kilometer nordöstlich der Nordinsel. Im gleichen Gebiet erfolgte wenig später das heftigste Beben mit einer Stärke von 8,1.

Medienberichten zufolge waren die Beben in der gesamten Region der Ostküste zu spüren, bis hinunter zum auf der Südinsel gelegenen Christchurch. Zehntausende Küstenbewohner der betroffenen Gebiete wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen und die Küstenregion zu verlassen oder sich auf höheres Gelände zu begeben.

Auch weiten Teilen der Pazifikregion wurde nach den Beben vor einem Tsunami gewarnt. Experten rechneten mit ein bis drei Meter hohen Wellen. Stunden nach den Beben konnte die Tsunami-Warnung schließlich aufgehoben werden, da die größten Wellen vorüber waren. Dennoch warnte der Zivilschutz weiter vor starken Strömungen und Fluten, die etwa für Schwimmer oder Surfer lebensgefährlich sein könnten. Bericht über mögliche Personen- oder Sachschäden liegen nicht vor.

Neuseeland befindet sich wie Indonesien auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort ereigneten es in den letzten Jahren häufig starke Seebeben, die auch Tsunamis auslösten. In Neuseeland kamen 2011 fast 200 Menschen bei einem Erdbeben der Stärke 6 ums Leben. Ähnlich schwere Beben diesmal wurden in Neuseeland zuletzt 2016 registriert.

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