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Ostaustralien erneut von sintflutartigen Regenfällen betroffen

Earthview

Seit Anfang der Woche wird Westaustralien von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. In der Küstenregion südlich von Brisbane fiel innerhalb von 24 Stunden bis zu 400 Millimeter Regen und sorgte in weite Teile der Region fürÜberschwemmungen. Der an der Küste gelegene Touristenort Byron Bay steht nach sintflutartigen Regenfällen komplett unter Wasser, weil der dort mündende Wilsons River über die Ufer trat, und auch die 30 Kilometer landeinwärts gelegene Stadt Lismore wird von Überschwemmungen bedroht. Bislang starben im Bundesstat Queensland zwei Personen durch Einwirkung der Fluten.

Die Regenfluten treffen auf eine Region, die immer noch mit den Folgen der Flutkatastrophe von Anfang März dieses Jahres kämpft. Damals kamen mindestens 21 Menschen ums Leben, hunderte Häuser wurden zerstört, tausende weitere beschädigt. Vielerorts sind auch die Trümmer sind noch nicht beseitigt. Trotzdem müssen sich jetzt tausende Menschen in denselben Städten ein zweites Mal auf eine Evakuierung vorbereiten.

Die Wassermassen bedrohen nicht nur Mensch und Vieh, sondern haben Experten zufolge auch der heimischen Tierwelt schwer zugesetzt. Wie viele Tiere ums Leben gekommen sind, verletzt wurden oder ihren Lebensraum verloren haben, ist Tierschützern zufolge noch unklar. Viele Wildtiere würden ab gezwungen sein, in Regionen abzuwandern, in denen sie nicht natürlich vorkommen. Dort seien sie dann oft einem höheren Risiko für Autounfälle oder Raubtierangriffe aussetzt.

Eine Entspannung der Lage ist aktuell nicht in Sicht: Laut Wetterbericht dürfte es in den betroffenen Regionen weiterhin zu starken Regenfällen kommen. Der australische Premier Paul Toole warnte bereits, dass weitere Überschwemmungen zu erwarten seien: „Wir erwarten in den kommenden Monaten immer noch sehr viel Niederschlag.“

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