Ölkatastrophe bedroht Inselparadies Mauritius - Earthview - scinexx.de
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Ölkatastrophe bedroht Inselparadies Mauritius

Earthview

Aus einem vor Mauritius havarierten Massengutfrachter sind hunderte Tonnen Öl in eine Lagune auf der Südostseite des Inselstaates ausgelaufen.

Die unter  panamaischer Flagge fahrende „Wakashio“ war ohne Fracht auf dem Weg nach Brasilien und lief am 25. Juli vor Mauritius auf Grund. Die Ursache für die Havarie ist bislang unklar. Ebenso unklar ist, wieso die lokalen Behörden anscheinend zwei  Wochen lang untätig blieben. Laut Auskunft des Betreibers, der japanischen Reederei Nagashiki Shipping, haben schlechte Wetterbedingungen bisher alle Bemühungen, das 300 Meter lange Schiff wieder flott zu bekommen, erfolglos gemacht.

Derzeit bemühen sich die lokalen Behörden, das bereits ausgelaufene Öl an der Ausbreitung zu hindern und das in den Tanks des Frachters verbliebene Öl  abzupumpen. Rund ein Viertel der 4.000 Tonnen Öl soll nach Angaben der Exekutivdirektorin der Mauritian Wildlife Foundation bereits ausgetreten sein.

Nachdem die Regierung von Mauritius einen Umweltnotstand ausgerufen und um Hilfe aus dem Ausland gebeten hatte, sicherte unter anderem Frankreich Unterstützung zu. Man werde ein Flugzeug und ein Marineschiff mit Experten und Material aus dem 230 Kilometer südwestlich von Mauritius gelegenen La Réunion schicken.

Die im Südwesten des Indischen Ozeans ungefähr 870 Kilometer östlich von Madagaskar gelegene Insel  Mauritius ist für prachtvolle Korallen, blendend weißen Strände sowie ihre Biodiversität bekannt. Der verunglückte Frachter liegt in der Nähe zweier Schutzgebiete  an der Ostküste der Hauptinsel vor dem Ort Mahébourg. Eine Ölkatastrophe könnte viele der Umweltschutzerfolge der letzten Jahrzehnte zunichtemachen.

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