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Neuseeland: Tote und Vermisste nach Vulkanausbruch

Earthview

Ein Ausbruch des Vulkans von White Island vor der Küste Neuseelands hat mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. Der Vulkan war am Montag gegen 14 Uhr Ortszeit ausgebrochen, als sich nach Angaben der Polizei 47 Menschen auf oder in unmittelbarer Nähe der bei Urlaubern beliebten Insel aufhielten. 31 von ihnen wurden bei dem Vorfall teils schwer verletzt – darunter auch deutsche Touristen.

Zudem werden noch mehrere Personen auf der Insel vermisst. Ob sie noch am Leben sind ist unklar, denn aus Sorge vor weiteren Eruptionen hielten sich die Rettungskräfte auch am Tag nach dem Ausbruch von White Island fern. In Folge des Vulkanausbruchs kam es an der Ostküste Neuseelands zu einem Erdbeben der Stärke 5,3. Über größere Sachschäden oder Verletzte in diesem Zusammenhang wurde zunächst nichts bekannt.

White Island liegt im Nordosten von Neuseelands Nordinsel und ist die einzige aktive Vulkaninsel des Inselstaats. Der letzte größere Ausbruch ereignete sich im Jahr 2016, damals wurde allerdings niemand verletzt. In den vergangenen Wochen war der Vulkan wieder aktiver geworden. Das neuseeländische Institut für Geologie hatte die Warnstufe für den Vulkan wegen der erhöhten Aktivität heraufgesetzt.

Die Tagestouren, die Privatunternehmen nach White Island anbieten, wurden dennoch nicht eingestellt. Inzwischen wird in der Öffentlichkeit daher auch darüber diskutiert, ob die Katastrophe hätte verhindert werden können.

(10. Dezember 2019)

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