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Mysteriöses Seekuh-Sterben in Florida

Earthview

Laut der US-amerikanischen Fish and Wildlife Conservation Commission sind von Januar bis Februar 2021 mindestens 360 Seekühe in Florida gestorben. Mittlerweile sollen es sogar über 400 Tiere sein, von denen einige Medienberichten zufolge in Brevard County im Indian River Lagoon aufgefunden wurden. In den fünf Jahren zuvor wurden dort hingegen im gleichen Zeitraum nur etwa 120 verstorbene Seekühe registriert.

Diesen extremen Anstieg führen Forscher auf verschiedene Ursachen zurück: Von einigen Tieren weiß man, dass sie durch Wasserfahrzeuge oder natürliche Ursachen starben, der Großteil wurde aber noch nicht auf die Todesursache hin untersucht. Vermutlich sind der Kältestress, die Wasserverschmutzung und der Verlust von Nahrungsquellen wie Seegras die Hauptursachen des Seekuhschwunds. Das Seegras geht seit Jahren zurück, weil es unter anderem durch Düngerabflüsse und Abwässer verstärkt zur Algenblüte kommt, die dem Seegras das zum Gedeihen nötige Sonnenlicht entzieht.

Karibik-Manatis sind eine Seekuhart aus der Familie der Rundschwanzseekühe. Auf dem Gebiet der USA gibt es eine Population von rund 6300 Tieren, die alle in den Küstengewässern Floridas leben. Jedes Jahr, wenn zwischen November und März die Wassertemperatur im Golf von Mexiko unter 20 Grad fällt, schwimmen tausende Seekühe zehn Kilometer flussaufwärts zu den warmen Quellen in Citrus County in Florida. Dort verbringen sie den Winter und gelten als beliebte Touristenattraktion.

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