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Mouna Loa spuckt erstmals seit fast 40 Jahren wieder Feuer

Earthview

Der größte Vulkan der Erde spuckt erstmals seit fast 40 Jahren wieder Feuer. Der Ausbruch des  auf der Insel Hawaii gelegenen Mauna Loa begann nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS am späten Sonntagabend lokaler Zeit. Eine Gefahr durch Lavaströme für hangabwärts gelegene Ortschaften besteht laut Behörden derzeit nicht. Die Situation könne sich aber schnell ändern, weil die aktiven Vulkanspalten und Lavaströme des Mouna Loa allem in frühen Stadien sehr dynamisch seien. Bei einem Ausbruch im Jahr 1950 benötigte der Lavastrom gerade einmal drei Stunden, um das 24 Kilometer entfernte Meer zu erreichen.

Der aktuelle Ausbruch ist bislang also vor allem wegen der vorangehenden langen Ruhephase bemerkenswert. Eine Eruption fand in der Geschichte im Schnitt alle fünf bis sechs Jahre statt. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1843 waren immerhin 33 Ausbrüche zu verzeichnen. Seit dem letzten Ausbruch im Jahr 1984 ruhte der Vulkan, ein erneuter Ausbruch war damit statistisch wahrscheinlich und überfällig. Für die Geologen kam das Ereignis auch deshalb nicht überraschend, weil bereits seit Mitte September eine zunehmende Erdbebentätigkeit und eine Aufblähung des Vulkans registriert wurde.

Zu Beginn des Ausbruchs war zunächst der Gipfelkrater Moku’āweoweo aktiv, während sich das Geschehen inzwischen zu einer der Vulkanspalten unterhalb des Gipfels, die Northeast Rift Zone, verlagert hat. Dort trat am Mittwoch aus zwei Spalten Lava aus, die Front des größeren der beiden Lavaströme bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 24 Metern pro Stunde voran.

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