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Mindestens zehn Tote bei Waldbränden in Sibirien

Earthview

Bei mehreren großflächigen Bränden im südlichen Sibirien sind Ende letzter Woche  mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. In der Region Krasnojarsk standen nach Angaben der lokalen Katastrophenschutzbehörden mehr als 450 Gebäude in Flammen. Unter anderem brannten zwei Sägewerke und zahlreiche Wohnhäuser ab. Die Regionalverwaltung hat Notunterkünfte für die Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Gebiete eingerichtet.

Etwa 300 Feuerwehrleute mit 90 Fahrzeugen sollen aktuell mit der Bekämpfung der Brände betreut sein. Verstärkung aus den Nachbarregionen ist zwar angefordert worden, ist aber wegen der großen Entfernungen noch nicht vor Ort eingetroffen. Die Löscharbeiten werden durch den starken Wind erschwert. Die von den Bränden angeheizten Böen erreichen nach Angaben des Regionalgouverneurs von Krasnojarsk, Alexandre Uss, mit 40 Metern pro Sekunde Orkanstärke. Dies erschwert nicht nur die Löscharbeiten am Boden, sondern verhindert auch den Einsatz von Löschflugzeugen.

Nach Behördenangabe sind Brände teilweise durch auf Hochspannungsleitungen umkippende Bäume ausgelöst worden, die einen Kurzschluss verursacht hätten. Die langanhaltende Trockenheit in der Region sorgte dann dafür, dass sich die Feuer schnell ausbreiten konnten. In den Sommermonaten kommt es im Osten Russlands immer wieder zu großen Feuern, auch in dem für das Weltklima wichtigen Waldgürtel der Taiga. Aber der Ausbruch derartig großflächiger Brände bereits im Mai ist nach Auskunft von Roman Vilfand von russischen Meteorologiebehörde trotzdem ungewöhnlich.

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