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Mehr als 60 Tote bei Waldbränden in Nordalgerien

Earthview

Hitze und Trockenheit haben auch in Algerien zu zahlreichen Waldbränden geführt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur sind über 100 Brände in 17 nördlichen Regionen des nordafrikanischen Landes ausgebrochen. Regierungsmitglieder machten Brandstifter für die Situation verantwortlich, Die Zahl der Toten durch Waldbrände ist auf mindestens 65 angestiegen.

Die meisten Brände wüteten in der Kabylei, einer stark bewaldeten und dicht besiedelten Bergregion östlich der Hauptstadt Algier. Unter den dortigen Todesopfern sind viele Soldaten, die an Rettungseinsätzen  in den Städten Bejaïa und Tizi Ouzou beteiligt waren.

Wie auch in den nördlichen Mittelmeerländern brachen die Feuer in Algerien während einer Hitzewelle aus. In den schwer zugänglichen Gebirgsdörfern der Region herrscht in den Sommermonaten ohnehin oft Wassermangel, dessen Auswirkungen durch die hohen Temperaturen noch verschärft wurde. Der Taksebt-Staudamm südlich von Tizi Ouzou, der als wichtigstes  Wasserreservoir der Region auch Teile Algiers mit Trinkwasser versorgt, ist praktisch ausgetrocknet. Selbst wenn das Land über Löschflugzeuge verfügen würde, wäre aktuell kein Löschwasser vorhanden.

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