Anzeige

Kanadische Ortschaft brennt nach Rekordhitzewelle nieder

Earthview

Innerhalb weniger Stunden zerstörte ein Waldbrand die Ortschaft Lytton im Westen Kanadas. Tagelang waren von dort Ende Juni immer neue Hitzerekorde gemeldet worden. Das Thermometer zeigte nach Angaben der Wetterbehörde am Dienstag, dem 19. Juni, 49,6 Grad Celsius an – die höchste je in Kanada gemessene Temperatur.

Angetrieben von Starkwind breitete sich das am Mittwochabend (Ortszeit) ausgebrochene Feuer in der rund 150 Kilometer nordöstlich von Vancouver gelegenen Region rasch aus. Nach Angaben des Parlamentsabgeordnete Brad Vis erfasste eine von Süden nach Norden wandernde Feuerwalze rund 90 Prozent Lyttons, darunter auch den ganze Ortskern. Die 250 Bewohner des Dorfes waren kurz zuvor vor den Flammen in Sicherheit gebracht worden. Insgesamt mussten mehr als 1.000 Menschen flüchten. Offizielle Zahlen über mögliche Tote gab es zunächst nicht. Vielerorts waren Strom- und Telefonverbindungen unterbrochen.

Die Brände auf einer Fläche von 65 Quadratkilometern seien „außer Kontrolle“, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Das Wetter sei weiterhin trocken, heiß und windig. Die Brandbekämpfung wird weiterhin durch die extremen Temperaturen behindert, die bereits hunderte von Hitzetoten gefordert haben. Auch in anderen Teilen der kanadischen Provinz British Columbia waren binnen 24 Stunden Dutzende Waldbrände ausgebrochen, viele durch Blitzschläge.

zur Earthview-Übersicht

Anzeige

In den Schlagzeilen

Dossiers zum Thema

Naturkatastrophen

Verhaltensregeln

Was tun bei Stürmen, Erdbeben oder Tsunamis? GFZ Potsdam, DWD und BBK verraten Ihnen, wie man sich richtig verhält.