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Kanada ruft wegen Überschwemmungen in British Columbia den Notstand aus

Earthview

In British Columbia, der am westlichsten gelegenen Provinz Kanadas, haben starke Regenfälle über das Wochenende und am Montag Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Eine Frau kam bei einem Erdrutsch ums Leben, drei weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben am Mittwoch noch vermisst. Nach Meinung von John Horgan, dem Premierminister British Columbias, sei davon auszugehen, dass weitere Todesopfer zu beklagen sein werden.

Nach Angaben des Ministers für öffentliche Sicherheit, Marco Mendicino, mussten bislang etwa 18.000 Menschen vor den Überschwemmungen flüchten. Hunderte Personen, die auf überfluteten Straßen in ihren Fahrzeugen festsaßen, wurden mit Militärhubschraubern in Sicherheit gebracht. Der Hafen von Vancouver, der größte des Landes, wurde durch die Unterbrechung wichtiger Bahnstrecken von seinem Hinterland abgeschnitten. Kanadische Medien berichteten außerdem über Panikkäufe und leere Supermarktregale.

In den ländlichen Regionen im Westen British Columbias sind zahlreiche Nutztiere ums Leben gekommen. Für die überlebenden Tiere geht den Farmern wegen der Flutschäden nun das Futter aus.

Angesichts der großen Probleme hat die kanadische Regierung den Notstand ausgerufen und Luftwaffeneinheiten nach British Columbia geschickt, um bei Evakuierungen zu helfen. Der Notstand gilt für zunächst 14 Tage.

Verursacht wurden die extremen Regenfälle durch einen sogenannten „Atmosphärischen Fluss“, ein tausende Kilometer langes Band feuchtigkeitsgesättigter Luft aus den Äquatorialregionen, das innerhalb von 24 Stunden eine monatliche Regenmenge ablud.

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