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Hitzewellen überrollen Europa und die USA

Earthview

In Spanien, das gerade erst den wärmsten Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hinter sich hat, stiegen die Temperaturen auf bis zu 44 Grad Celsius, Werte die sonst erst im Juli oder August erreicht werden. Ähnlich sah es in Frankreich aus, von wo die Behörden die früheste Hitzewelle seit 1947 meldeten. In elf Gebieten wurden demnach neue Juni-Temperaturrekorde aufgestellt. In dem an der Biskaya gelegenen Seebad Biarritz wurde mit 42,9 Grad der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Und sogar in Südengland kletterte das Thermometer auf 32,6 Grad Celsius – ebenfalls eine neur Rekord für Mitte Juni.

In Deutschland litten vor allem die Südhälfte und der Südosten des Landes unter der ersten Hitzewelle des Jahres. Der Deutsche Wetterdienst registrierte am Sonntagnachmittag an mehreren Wetterstationen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg Werte von 38 Grad und mehr. Aus dem brandenburgischen Cottbus wurde mit 39,2 Grad ein neuer deutschlandweiter Temperaturrekord für die zweite Junidekade gemeldet –  der alte Rekord für diesen Zeitraum war 2002 mit 38,3 Grad im Rheinland aufgestellt worden.

Auf der anderen Seite des Atlantiks, in den USA, kam es in der vergangen Woche ebenfalls zu einer großflächigen Hitzewelle, deren Wirkungsbereich sich von Kalifornien über Texas bis an die Atlantikküste erstreckte. Fast einem Drittel der US-Bevölkerung wurde empfohlen, Aufenthalte im Freien zu vermeiden und sich wenn möglich in klimatisierten Räumen aufzuhalten. Am vergangenen Freitag wurden in den großen städtischen Ballungszentren des Südwestens, darunter Houston, Las Vegas und Phoenix Hitzerekorde deutlich jenseits der 40-Grad-Marke aufgestellt. Neben den Tagesrekorden wurden vielerorts auch Rekordwerte für nächtliche Temperaturen erreicht. In Phoenix, Arizona wurden am Samstag gegen Mitternacht immer noch 37 Grad gemessen.

Bei Hitzewellen sind vor allem hohe Nachttemperaturen gefährlich, weil sich der Körper unter diesen Bedingungen nicht von der Hitze des Tages erholen kann. Ohne nächtliche Abkühlung kann es vermehrt zu Hitzeerschöpfung und Hitzschlägen kommen. Hinzu kommt, dass in vielen US-amerikanischen Metropolen eine drückende Luftfeuchtigkeit dafür sorgt, dass Temperaturen von 35 bis 37 Grad wie 42 Grad und mehr wahrgenommen werden. Auch dies erhöht das Risiko hitzebedingter Erkrankungen.

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