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Grossflächige Überschwemmungen in Brasilien

Earthview

Am Wochenende haben schwere Regenfälle im brasilianischen Amazonasgebiet zu über die Ufer tretenden Flüssen und großflächigen Überschwemmungen geführt. In vielen Gemeinden des Bundesstaats Amazonas wurden dabei Straßen und Häuser überflutet.

In mindestens 20 der von den starken Überschwemmungen betroffenen Städte des Amazonasgebiets wurde der Notstand ausgerufen. Insgesamt sollen Schätzungen zufolge rund 350.000 Menschen von den Überflutungen betroffen sein. Viele Häuser stehen tief im Wasser und sind nur noch per Boot oder schwimmend erreichbar. Die Behörden versuchen die Menschen mit Grundnahrungsmitteln und Brennholz zu versorgen.

Auch die gesundheitliche Versorgung wird durch die starken Überschwemmungen erschwert: Das Gesundheitspersonal ist gezwungen, die Impfstoffe gegen das Coronavirus mithilfe von Booten zu den Betroffenen in den abgelegenen Amazonasgebieten zu bringen.

Die örtlichen Behörden sprechen davon, dass es sich um die heftigsten Überschwemmungen seit einem Jahrhundert handeln könnte. Für die heftigen Regenfälle wird das Wetterphänomen La Niña verantwortlich gemacht: Dabei weht der Passatwind von Südamerika Richtung Äquator stärker als gewöhnlich und drückt das warme Oberflächenwasser weiter nach Westen Richtung Australien und Südostasien. Dadurch steigt im Südostpazifik vermehrt kaltes Wasser aus der Tiefe auf. Durch diese Temperaturunterschiede verteilt sich dann der Luftdruck anders und es regnet mancherorts deutlich stärker als gewöhnlich.

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