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Großbrand in Kapstadt

Earthview

An der Westküste in der südafrikanischen Metropole Kapstadt brach es am Sonntag ein Großbrand aus. Zunächst soll sich das Feuer in Teilen des Nationalparks Tafelberg ausgebreitet haben, dann erreichten die Flammen die Hänge im Stadtteil Newlands sowie ein Restaurant und mehrere Gebäude der am Hang des Tafelbergs liegenden Universität.

Im Nationalpark und der umliegenden Region kam es durch das Feuer zu enormen Zerstörungen. Davon betroffen waren Medienberichten zufolge unter anderem Südafrikas älteste Windmühle, die 1796 errichtete Mostert’s Mill, die Universitätsbibliothek mit seltenen und historischen Büchern über die afrikanische Geschichte sowie Studentenwohnheime.

Hunderte Studierende wurden ausquartiert und konnten in Sicherheit gebracht werden. Die örtlichen Behörden riefen zudem die Einwohner und Besucher der umliegenden Viertel auf, die Gegend umgehend zu verlassen. Mehrere Wohnviertel wurden evakuiert, eine große Stadtautobahn wurde gesperrt und im Stadtteil Zonnebloem mussten auch Schulen schließen.

Rund 150 Feuerwehrleute kämpften stundenlang gegen die Flammen. Denn das Feuer wurde durch starke Winde von bis zu 50 Kilometern pro Stunde und schnell brennendes Pinienholz weiter angefacht. Die starke Rauchentwicklung erschwerte zudem den Einsatz der fünf eingesetzten Hubschrauber der Feuerwehr. Mindestens zwei Feuerwehrmänner sollen während des Einsatzes verletzt worden sein. In der Nacht zum Montag konnten die Flammen zwar wieder unter Kontrolle gebracht, aber noch nicht vollständig gelöscht werden.

Ursache des Großbrands könnte das Lagerfeuer eines 30-jährigen Obdachlosen gewesen sein, vermuten die lokalen Behörden. Der Verdächtige wurde von der Polizei bereits festgenommen.

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In den trockenen Sommermonaten brechen in der Region um Kapstadt häufiger Feuer durch offene Feuerstellen aus,  die sich zu enormen Buschbränden ausweiten können. Allein in den letzten beiden Jahren verzeichnete die Verwaltung des Nationalparks Tafelberg mehr als 100 Brände. Der jüngste Großbrand war jedoch das erste schwere Feuer der Region seit November 2020.

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