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Großbrand am Kilimandscharo unter Kontrolle

Earthview

Auf dem höchsten Berg Afrikas, dem Kilimandscharo im ostafrikanischen Tansania, ist am Freitag, dem 22.10.2022, ein Feuer ausgebrochen, das sich schnell zum Großbrand ausweitete. Der Brandherd lag auf etwa 4.000 Meter Höhe nahe des Karanga-Camps am Südhang, das auf einer beliebten Aufstiegsroute liegt.

Trotz der schwierigen Bedingungen durch Höhenluft, Rauchschwaden sowie starke Winde gelang es den Einsatzkräften bis zum Sonntag, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. An der Bekämpfung des Brandes beteiligten sich unter anderem 500 Feuerwehrleute und Polizisten, aber auch Anwohner, Studierende und Behördenmitarbeiter. Tote oder Verletzte gab es nach Angaben der Behörden des ostafrikanischen Landes bei dem Brand an dem beliebten Touristenziel nicht.

Die Ursache des Brandes ist weiterhin unklar. Eliamani Sedoyeka, Permanent Secretary des Ministry of Natural Resouces and Tourism, meinte in einer Stellungnahme vom Samstag, dass Kletterer oder Honigjäger das Feuer leichtsinnig gelegt haben könnten. Ähnliche Vermutungen wurden auch von Mitarbeitern der Nationalparkbehörde geäußert.

Bereits vor zwei Jahren hatte ein großes Feuer an der Ostseite des Kilimandscharos gewütet. Damals wurden innerhalb einer Woche etwa 95 Quadratkilometer Vegetationsfläche vernichtet.

Der Klimawandel führt dazu, dass die Vegetation an den Berghängen zunehmend trockener wird und damit auch anfälliger für Brände. Die von Gletschern bedeckte Fläche am Kilimandscharo ist innerhalb eines Jahrhunderts um 85 Prozent geschrumpft – von 11,4 Quadratkilometern im Jahr 1912 auf nur noch 1,76 Quadratkilometer im Jahr 2011. Einige Forscher halten es für möglich, dass auch der Rest der Eisdecke in den nächsten  ein oder zwei Jahrzehnten gänzlich verschwunden sein wird.

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