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Gewaltige Schlammlawine nach tagelangem Sturzregen in Japan

Earthview

In dem an der Sagami-Bucht etwa 100 Kilometer südwestlich von Tokio gelegenen Ferienort Atami hat am Samstagvormittag ein gewaltiger Erdrutsch mehr als 130 Häuser erfasst und ähnlich viele weitere in Mitleidenschaft gezogen. Bei dem Unglück starben mindestens drei Menschen, etwa 20 Personen gelten noch als vermisst. Mehr als 2800 Haushalte in der Region waren zweitweise ohne Strom.

Die Schlammlawine legte insgesamt etwa zwei Kilometer von einer über der Stadt gelegenen Wasserversorgungsanlage in Richtung Hafen zurück, ihre größte Breite betrug etwa 120 Meter. Ein Professor des Shizuoka University Centre for Integrated Research and Education of Natural Hazards schätzte die maximale Geschwindigkeit der Flutwelle aus Wasser, Sand und Trümmern auf etwa 40 Kilometer pro Stunde.

Als Auslöser der Schlammlawine gelten die sintflutartigen Regenfälle der vorangegangen Tage. Erst am  Wochenende meldete das japanische Wetteramt JMA schon wieder für verschiedene Gegenden Rekordniederschläge. Wegen der fortgesetzten Regenfälle werden weitere Erdrutsche erwartet, Die Behörden gaben die höchste Warnstufe aus und forderten rund 25.000 Haushalte in der Region entlang der Pazifikküste auf, sich in Sicherheit zu bringen.

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