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Erneute Hitzewelle in Nordindien und Pakistan

Earthview

Nordindien leidet aktuell unter einer Hitzewelle mit Spitzentemperaturen knapp unter 50 Grad Celsius. In der Hauptstadt Dehli zeigten die Thermometer am Sonntag 49,2 Grad, einen Tag nachdem in Jacobabad im benachbarten Pakistan sogar 51 Grad erreicht wurden.

Besonders betroffen von den steigenden Temperaturen der letzten Tage waren die Bundesstaten Himachal, Haryana, Uttarakhand, Punjab und Bihar. Nach Auskunft der indischen Wetterbehörde dürften die Temperaturen in den kommenden Tagen zwar um 2 bis 4 Grad sinken, aber mit einer grundlegenden Änderung der Wetterlage sei nicht zu rechnen.

Die lang anhaltenden Hitzewelle sind für Mensch und Tier eine extreme Belastung. Die ärmere Stadtbevölkerung und große Teile der Landbevölkerung haben in der Regel keinen Zugang zu klimatisierten Räumen und sind oft sogar gezwungen, im Freien zu arbeiten. Während die indische Regierung die offiziellen Todeszahlen für derartige Hitzewellen mit wenigen Dutzend angibt, kommt eine 2021 in der Fachzeitschrift Lancet Planetary Health veröffentlichte Studie auf ganz andere Zahlen: Demnach könnten zwischen 2000 und 2019 allein in Indien jedes Jahr über 700.000 Menschen den durch den Klimawandel verursachten Temperaturextremen zum Opfer gefallen sein.

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