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Erdbeben erschüttert Zagreb

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Die kroatische Hauptstadt Zagreb ist am Sonntag von gleich zwei Erdbeben erschüttert worden. Die Erdstöße der Stärke 5,0 und 5,4 verursachten teils schwere Schäden an Gebäuden, auch ein Turm der Kathedrale in der Altstadt wurde beschädigt. Medienberichten zufolge wurden mehrere Menschen verletzt – über die genaue Zahl gab es zunächst keine Angaben.

Das Unglück trifft Kroatien mitten in der Corona-Krise: Die Erschütterungen führten dazu, dass die verhängte Ausgangssperre kurzfristig außer Kraft gesetzt schien. Menschen liefen erschrocken auf die Straßen und kamen in Gruppen zusammen. Innenminister Davor Bozinovic rief die Bürger dazu auf, sich im Freien aufzuhalten, aber trotz allem die Distanz zu wahren: „Stellen Sie sich nicht zusammen. Wir sind mit zwei schweren Krisen konfrontiert, dem Erdbeben und der Epidemie“, erklärte er.

Kroatien und die gesamte Balkanregion gelten als besonders erdbebengefährdet, weil sich dort die afrikanische Platte unter die eurasische schiebt. Die Erdbeben vom Wochenende sollen die schwersten sein, die Kroatien in den letzten 140 Jahren erlebt hat.

(23. März 2020)

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