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Dutzende Tote durch Monsununwetter in Indien

Earthview

Im Norden Indiens sind bei heftigen Monsununwetter mindestens 76 Menschen durch Blitzeinschläge getötet worden. Besonders betroffen waren die Bundesstaaten Rajasthan mit mindestens 23 Toten, Uttar Pradesh mit 42 Todesopfern und Madhya Pradesh, wo elf weitere Personen ums Leben kamen.

In Jaipur, der für ihre Bauwerke der Rajputenfürsten berühmten Hauptstadt des Bundesstaates Rajasthan, starben mehr als ein Dutzend Menschen bei einem Blitzeinschlag in zwei Türme des Amer Forts. Die Wachtürme der beliebten Touristenattraktion waren am Sonntag voller Besucher, die einen über die Stadt hinwegziehenden Gewitterturm beobachten wollten. Zum Zeitpunkt des Blitzeinschlags sollen sich etwa 30 Menschen auf den Türmen befunden haben. Unter den Toten waren nach Angaben örtlicher Medien auch Smartphone-Besitzer, die gerade Selfies schossen.

Während der meist von Juni bis September andauernden Monsunzeit kommen in Indien in einem durchschnittlichen Jahr rund 2.000 Menschen durch Blitzeinschläge zu Tode. Nach Angaben des Indian Meteorological Department (IMD) hat sich die Anzahl der Toten damit seit den 1960er-Jahren in etwa verdoppelt. Neben dem Bevölkerungswachstum gilt der Klimawandel als eine der Ursachen für den Anstieg, denn allein seit Mitte der 1990er-Jahre ist auch die Anzahl der registrierten Blitzereignisse um 30-40 Prozent angestiegen.

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