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Ausgedehnter Waldbrand am Brocken

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Ein Großbrand am Brocken im Harz ist auch am dritten Tag noch nicht unter Kontrolle. Das Feuer wurde am Sonnabend gegen 14:30 Uhr in der Nähe des Bahnhofs Goetheweg entdeckt. Wegen der starken Rauchentwicklung ließen die sachsen-anhaltinischen Behörden den höchsten Berg des Harzes räumen. Die Ausflügler wurden unter anderem mit der Brockenbahn zu Tal gebracht.

Das Feuer breitet sich im Verlauf des Wochenendes weiter aus und konnte von den Löschkräften bislang nicht unter Kontrolle gebracht werden. Bis zum Sonntag wurden nach Angaben des Landkreises rund 150 Hektar Wald von den Flammen erfasst. Das Gebiet rund um den Brocken bleibt für Besucher gesperrt und wird von der Polizei gesichert.

Der in Brand geratene Berghang unterhalb des Gipfels ist schwer zugänglich. Neben einer Hangneigung von 30 bis 45 Grad bereitet das Fehlen von Waldwegen den am Boden befindlichen Einsatzkräften Probleme. Außerdem stehen dort vor allem leicht entflammbare, abgestorbene Fichten. Seit dem Montagmorgen beteiligen sich daher neben Hubschraubern auch zwei Löschflugzeuge aus Italien am Einsatz. Die Anzahl der Hubschrauber soll auf zehn erhöht werden.

Weil seit dem Sonntagabend auch ein angrenzendes Moorgebiet am Brocken brennt, wurde am Montag ein spezialisiertes Waldbrandteam abgesetzt, um die Lage besser einschätzen zu können. Die Entwicklung bereitet den Verantwortlichen große Sorge, weil Moorbrände nur schwer zu löschen sind und dazu neigen, immer wieder aufzuflammen.

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