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Ausgedehnte Brände im Sperrgebiet um Tschernobyl

Earthview

Die am 4. April ausgebrochenen Feuer im Sperrgebiet um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl haben mittlerweile eine Fläche von etwa 3.500 Hektar erfasst und sind weiterhin nicht unter Kontrolle. Den genauen Umfang könne man nach Auskunft des „Regionalen Osteuropäischen Zentrums zur Überwachung von Bränden“ wegen der Rauchentwicklung nicht feststellen.

Laut Meldungen des Ukrainischen Katastrophenschutzes kämpfen derzeit mehr als 300 Einsatzkräfte im Sperrgebiet gegen die Flammen. Sie werden von Flugzeugen und Hubschraubern unterstützt. Da sich einige Brandherde an unzugänglichen Stellen befinden, ist der Abwurf von Wasser und Löschmitteln die einzige Möglichkeit, das Feuer dort zu bekämpfen.

Experten sorgen sich nun um die Konsequenzen des Waldbrandes in der radioaktiv verseuchten Region, denn durch die Feuer gelangen auch Cäsium und Strontium, die sich in den Pflanzen und an der Bodenoberfläche angesammelt haben, in die Atmosphäre. In der 100 Kilometer von der Sperrzone entfernten Stadt Kiew machen sich die Rauchwolken inzwischen bemerkbar. Laut Auskunft der Behörden werden die zulässigen Strahlungsgrenzwerte aber bisher nicht überschritten.

Außerdem gibt es Befürchtungen, die Feuer könnten auf Lagerstätten mit radioaktiven Abfällen übergreifen.

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