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Ausgebranntes Containerschiff droht vor Sri Lanka zu sinken

Earthview

Seit Tagen treibt das weitgehend ausgebrannte Containerschiff „X-Press Pearl“ im Meer vor Sri Lankas Hauptstadt Colombo. Die aus dem Havaristen ausgetretenen Schadstoffe haben nicht nur die Korallenriffe vor Ort  beeinträchtigt, sondern verschmutzen inzwischen auch die bei Touristen beliebten Strände im Westen Sri Lankas.

Nachdem das Heck des Schiffes schon seit längerem auf dem Meeresgrund aufsitzt, droht nun der endgültige Untergang des Schiffes. Regen und Sturm erschweren aktuell Untersuchungen am Schiff, so dass die Behörden im Moment nicht sicher wissen, wie viel Öl noch in den Tanks ist und welche Güter noch an Bord sind. Nach Angaben der Reederei befanden sich ursprünglich gut 280 Tonnen Schweröl, 50 Tonnen Schiffskraftstoff sowie 81 mit Chemikalien gefüllte Gefahrgut-Container an Bord.

Als Ursache der Havarie gilt ein bereits am 11. Mai aufgetretenes Leck an einem Container, aus dem Salpetersäure austrat und einen Brand an Bord der „X-Press Pearl“ auslöste. Die Hafenbehörden Dubais und des westindischen Bundesstaats Gujarat sollen sich geweigert haben, den defekten Container von Bord zu lassen. Am 20. Mai traf die „X-Press Pearl“ vor Colombo ein. Die Ermittler prüfen nun, ob die Besatzung des Schiffes den Behörden vor dem Einlaufen in die Hoheitsgewässer Sri Lankas sicherheitsrelevante Informationen vorenthalten hat.

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