Argentiniens Paraná-Delta steht in Flammen - Earthview - scinexx.de
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Argentiniens Paraná-Delta steht in Flammen

Earthview

In Argentinien stehen laut lokaler Medienberichte aktuell über 1.750 Quadratkilometer in Flammen –  eine Fläche etwa doppelt so groß wie das Bundesland Berlin. Die Brände betreffen insgesamt 11 der 23 Provinzen, besonders betroffen ist das Mündungsgebiet des Paraná nordwestlich der Hauptstadt Buenos Aires.

Das riesige Delta des Paraná erstreckt sich über eine Fläche von etwa 14.000 Quadratkilometern. Der Fluss hat dort eine Mischung aus Sumpf- und Schwemmland sowie zahlreichen Inseln geschaffen, in dem zahlreiche anderenorts bedrohte Pflanzen- und Tierarten leben. Ein Teil des Gebiets gehört zum Nationalpark Pre-Delta, andere Teile werden als Weideland für die Rinderzucht genutzt. Umweltaktivisten gehen davon aus, dass viele der Brände gelegt wurden, um neue landwirtschaftliche Flächen zu erschließen. Auch der argentinische Umweltminister Juan Cabandié äußerte sich Rundflug über die Feuer eine entsprechenden Verdacht.

Doch auch die Trockenheit im Land spielt bei der Ausbreitung der Feuer vermutlich eine Rolle. Viele Regionen in Argentinien durchleben aktuell eine Dürreperiode, die bereits seit Anfang April anhält. Der Paraná führt so wenig Wasser wie seit 1971 nicht mehr, so dass seine kleinen Arme und Nebenläufe als Feuerbarrieren ausfallen.

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