Woher stammt die Information? - scinexx | Das Wissensmagazin
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Auf der Suche nach den „Kontrolleuren“

Woher stammt die Information?

Doch woher „weiß“ eine mitten in einem Zellkloß steckende Zelle, wie sie sich zu verhalten hat? Woher weiß sie, dass sie zum Teil eines Schwanzendes und nicht zu einer Kieme heranwachsen soll? Gibt es „jemanden“, der die Planung koordiniert?

Bei älteren Mäusen waren Methyl-Anlagerungen an der DNA (hell) in den Spermien verändert. © Christoph Bock/ MPI für Informatik, CC-by-sa 3.0

Was immer auch die Antworten im Detail sein werden, klar ist schon jetzt: Die Kommunikation spielt eine zentrale Rolle. Regeneration setzt voraus, dass Zellen untereinander eine Vielzahl von Signalen und Informationen austauschen. Und die Vermutung liegt nahe, dass auch die Zellen im Schwanz eines Axolotl die bisher entdeckten, üblichen Kommunikationsmethoden der Natur verwenden.

Botschaften werden entweder direkt über Kontakte von Zelle zu Zelle ausgetauscht oder von einem Absender als Moleküle wie Hormone und Botenstoffe auf den Weg gebracht. In diesem Fall besitzen die Empfänger spezielle Antennen (Rezeptoren), die diese Moleküle abfangen können. Das Signal dieser Anlagerung wird dann in das Innere der Empfänger-Zellen eingespeist und führt dort oft über eine Kaskade von Zwischenschritten und Verzweigungen zu Änderungen des Stoffwechsels und der Genaktivität. Kurz: Die Zelle verändert als Antwort auf das Signal ihr Verhalten und ihre Eigenschaften.

Doch mit dieser allgemeinen Beschreibung ist die Dresdener Max- Planck-Forscherin nicht zufrieden. Sie will wissen, welche Botenstoffe und Rezeptoren Axolotl verwendet und wie die Entwicklungsprozesse miteinander verknüpft sind. „Erst wenn wir die Identität der Botenstoffmoleküle genau kennen, lässt sich vergleichen, ob menschliche Zellen noch dieselben Stoffe benutzen“, sagt Elly Tanaka.

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Stand: 10.09.2004

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Axolotl
Das Heilwunder aus Mexiko

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Reparatur mit Potenzial
Sind solche Reparaturmechanismen auch beim Menschen möglich?

Ein „Zellkloß“ gewinnt Struktur
Der Ablauf des Heilungsprozesses

Woher stammt die Information?
Auf der Suche nach den „Kontrolleuren“

Blutgerinnung liefert Startsignal
Zellkarawane übe Färbetrick verfolgt

Die Würfel fallen früh
Steckt ein Axolotl-Rest auch im Menschen?

Steckbrief: Axolotl
Als Jugendlicher alt werden

Steckbrief: Stammzellen
Schlüssel zur Regenerationsfähigkeit

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