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Woher kam die Leuchtkraft?

Von Feuer und Spiegelungen...

Der Leuchtturm von Alexandria – erstes Leuchtfeuer der Schifffahrtsgeschichte und Vorbild für alle späteren Leuchttürme.

Grund für den Bau des Turms war die schmale und von Untiefen durchzogene Hafeneinfahrt von Alexandria. Der Pharos sollte die ankommenden Schiffe aus Griechenland, Spanien und Syrien sicher in die Bucht leiten.

Doch wie kam die Leuchtkraft des Turms zustande? Darüber gibt es mehrere Theorien – entweder nur durch Feuer oder durch Spiegelungen des Feuers, die die eigentliche Leuchtkraft noch verstärkten.

Blut, hier vorwiegend rote Blutkörperchen, im Rastelektronenmikroskop © CDC

Doch gegen das Leuchtsystem nur mit Feuer spricht einiges, beispielsweise wären Unmengen von Holz oder Holzkohle dafür benötigt gewesen. Der Baumbestand in Ägypten war damals aber wie heute sehr dünn und bestand fast ausschließlich aus Akazien und Tamarisken – also eher aus Sträuchern als aus Bäumen. Somit scheidet Holz als Brennstoff wahrscheinlich aus. Auch getrockneter Tierdung könnte in der Antike zur Befeuerung gedient haben. Doch die einheimischen Tierarten waren damals sicherlich nicht in der Lage genug „Nachschub“ zur Unterhaltung des Turmfeuers zu liefern.

Deshalb spricht einiges dafür, dass die Leuchtkraft eher das Ergebnis der Spiegelungen als des Feuers selbst war. Die Hohlspiegel bestanden wahrscheinlich aus glänzend geschliffener und polierter Bronze. Die Brennspiegel konzentrierten dabei das Leuchtfeuer auf einen Schlitz durch den das Licht austrat. Tagsüber wurde das Lichtsignal mit Hilfe der Sonnenstrahlen entfacht. Mit dem Aufschwung der Stadt wuchs auch der Schiffsverkehr, weshalb die Schiffe schließlich auch nachts auslaufen mussten. Der Turm benötigte eine stärkere Lichtanlage, die mit Baumharz, Öl und Pech befeuert wurde.

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Der Pharos von Alexandria war wegen dieses „Leuchtfeuers“ und der Größe des Turms für die damalige Zeit eine technische Sensation. Er begeisterte die Menschen so sehr, dass sie meinten das Signal würde bis ans Ende der Welt, oder zumindest bis an die andere Seite des Mittelmeeres, zu sehen sein. Aufgrund der Erdkrümmung war das physikalisch aber nicht möglich. Tatsächlich reichte die Leuchtkraft aber immerhin 50 bis 80 Kilometer weit.

Die Begeisterung ging bei einem Chronist sogar so weit, dass er dem Pharos die Fähigkeit einer Wunderwaffe zutraute. Er war überzeugt, dass die starken Brennspiegel feindliche Schiffe in Brand setzten…

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Stand: 26.07.2002

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Die Sieben Weltwunder
Monumente für die Ewigkeit?

Auf alle Sieben kommen die wenigsten...
Welche Monumente gehören zu den Weltwundern?

Warum sind es gerade Sieben Weltwunder?
Die magische Zahl Sieben

Woher kommt die Weltwunderliste?
Es begann als Reiseführer des Altertums...

Was von ihnen übrig blieb...
Auf der Suche nach den verschwundenen Weltwundern

Die Cheops-Pyramide
Eines der größten von Menschen errichteten Bauwerke

Rätsel über Rätsel...
Grabstätte oder Kornkammer?

Der Orion-Mythos
Zufall oder Absicht?

Die Hängenden Gärten von Babylon
Paradies auf Erden

Ein Weltwunder als Geschenk
Bäume gegen Heimweh

Die Zeusstatue von Olympia
Kultbild des Göttervaters

Das Meisterwerk des Phidias
Entstehung eines Kultbildes

Der Artemis-Tempel von Ephesos
Wohnstätte der Götter auf Erden

Von Selbstmordgedanken des Architekten...
...und Ruhmsucht eines Unbekannten

Das Mausoleum von Halikarnassos
Weltwunder mit Stilmix

Ein König plant sein eigenes Grabmal
Wettbewerbe um den Totentempel

Koloss von Rhodos
Die Statue des Sonnengottes Helios

Der Gigant endete als Trümmerhaufen...
Die Freiheitsstatue der Antike

Der Leuchtturm von Alexandria
Der erste und größte Leuchtturm der Welt

Woher kam die Leuchtkraft?
Von Feuer und Spiegelungen...

Die "neuen" Weltwunder
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