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Wer tut was …

... und wie geht es weiter?

Nördlicher Aralsee, 1973 © NASA

Spätestens seit Anfang der 90er Jahre weiß die Weltöffentlichkeit vom Ausmaß der Katastrophe am Aralsee. Die UNO bezeichnete sein allmähliches Verschwinden als größte ökologische Katastrophe neben dem Unglück von Tschernobyl.

Was hat die internationale Gemeinschaft seitdem unternommen, um das Austrocknen des Aralsees aufzuhalten oder gar zu stoppen? Wer ist unmittelbar betroffen und welche Akteure sind an Programmen beteiligt, die eine Rettung des Arals vorsehen?

IFAS – Internationaler Fond zur Rettung des Aralsees

Nördlicher Aralsee, 1986 © NASA

Im Jahre 1993 haben die fünf zentralasiatischen Länder Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan, Tadschikistan und Turkmenistan den IFAS (International Fond for the Saving of the Aral Sea) gegründet. Ziel des Zusammenschlusses war es, die Umweltkatastrophe abzuwenden und die sozio-ökonomischen Bedingungen der unmittelbar betroffenen Bewohner der Region zu verbessern.

Unterstützt wird der IFAS beispielsweise durch die Weltbank, durch das Entwicklungsprogramm der UNO (UNDP), den Global Ecology Fond (GEF), die Asian Development Bank (ADP), die US-Agentur für Internationale Entwicklung (USAID), das TACIS-Programm der Europäischen Union oder das Zentralasiatische Regionalentwicklungszentrum (CAREC).

Der IFAS koordiniert offiziell zahlreiche Projekte auf nationaler oder regionaler Ebene, bei denen es beispielsweise um die Verbesserung der Trinkwasserqualität geht, die gemeinsame Nutzung der Wasserressourcen der Region zur Energieerzeugung oder die Renaturierung von Feuchtgebieten. In erster Linie geht es hier aber um die Verteilung von Fördergeldern der unterstützenden internationalen Entwicklungsorganisationen.

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ICWC – Interstate Coordination Water Commission

Die ICWC ist ein ähnlicher Zusammenschluss der fünf zentralasiatischen GUS-Länder wie der IFAS. Die Arbeit der Kommission besteht vor allem darin, wissenschaftliches Daten-Material bereitzustellen, aufgrund dessen Projektzu- oder absagen erteilt werden und mit deren Hilfe regionale Entwicklungskonzepte aufgestellt werden sollen.

Weltbank

Nördlicher Aralsee, 2000 © NASA

Die Weltbank ist einer der Hauptpartner des IFAS. Sie hat den insgesamt 85 Millionen US-Dollar teuren Bau des Kokaral-Staudamms am Aralsee mit einem Kredit über 65 Millionen unterstützt. Die Weltbank hat einzelne Filialen in den Anrainer-Staaten des Aralsees, die unabhängig voneinander über die Finanzierung von Projekten innerhalb eines Landes entscheiden. Zu einem möglichen Gesamtkonzept zur Rettung des Aralsees haben sich die beteiligten Weltbank-Filialen bisher nicht abgestimmt.

In regelmäßiger Folge finden in den Anrainerstaaten des Aralsees Konferenzen zur Nutzung der Wasserressourcen in Zentralasien statt. Ebenso regelmäßig kommt es dabei zu Appellen an die internationale Gemeinschaft, die betroffenen Länder bei der Bewältigung der Umweltschäden im Aralsee-Becken zu unterstützen. Eine Konvention zum Schutz des Aralsees, die von allen fünf Ländern unterzeichnet wurde, gibt es jedoch bis heute nicht.

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Stand: 05.01.2007

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Aralsee
Neuigkeiten von einer ökologischen Katastrophe

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

„Das Meer kommt zurück“
Hoffnung in Aralsk

„Gerettet, was zu retten ist“
Der Aral wird zum Stausee

Kampf dem Salz
Land- und Wassernutzung in Usbekistan

„Zähne des Windes“
Die Heuschreckenplage von Karakalpakistan

Neuer Rekord!
Höchst- und Tiefstständen auf der Spur

Wer tut was ...
... und wie geht es weiter?

„Erdöl und Erdgas sind wichtiger“
Interview mit Serikbai Smailow

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