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Vom Menschen bedroht

Gefahren heutiger Faultiere

Zwar überlebten die Vorfahren der kleineren, baumlebenden Faultiere die Verfolgung der Menschen vor Millionen von Jahren. Heute ist aber auch ihr Überleben durch den Menschen bedroht.

Der Mensch als größter Feind

Rodung
Die Rodungen von Regenwäldern bedroht das Überleben der Faultiere. © luoman/ Getty images

Die heute lebenden Faultiere trotzen dank ihrer gemächlichen Lebensweise und ihren Tarnungsstrategien ihren tierischen Feinden. Dennoch schützen sie diese Anpassungen nicht vor allen Gefahren: Gegen unsere Spezies ist der Meister der Langsamkeit meistens machtlos. Denn der Mensch zerstört unter anderem durch die Abholzung der Regenwälder in Süd- und Mittelamerika den typischen und begrenzten Lebensraum der Faultiere. Einen neue Heimat zu finden, ist für die langsamen Tiere kaum möglich. Deshalb sterben sie infolge der Abholzungen entweder direkt, werden isoliert oder beim Versuch, eine Straße zu überqueren, überfahren.

Hinzu kommt, dass Faultiere in manchen Regionen Südamerikas gezielt gefangen werden. Im Anschluss werden sie entweder als Haustiere gehalten oder Touristen zum Fotografieren etwa auf Märkten angeboten. Außerdem werden sie oft als Fleischlieferanten gejagt und getötet. Denn das Fleisch der Faultiere ist sehr fettarm und wird deshalb mancherorts gerne gegessen. Und das zottelige Fell der gemächlichen Baumbewohner wird häufig als Satteldecke verwendet.

Schwer zu schützen

Bisher sind zwar laut Roter Liste noch nicht alle Faultierarten bedroht. Das Kragenfaultier, das nur im Südosten Brasiliens vorkommt, jedoch schon. Das Zwergfaultier gilt sogar als vom Aussterben bedroht, weil es ausschließlich auf der Insel Escudo de Veraguas vor der Küste Panamas lebt.

FAultier im Zoo
Faultiere im Zoo zu halten, wie dieses Zweifinger-Faultier im Zoo Duisburg, ist nicht einfach. Das macht es noch schwieriger, sie vor dem Menschen als Feind zu schützen. © Harald Köster/ CC-by-sa 2.5

Dreifinger-Faultiere wie dieses sind jedoch auch besonders schwer in Einrichtungen wie Zoos und menschlicher Obhut zu halten, da sie im Gegensatz zu den Zweifinger-Faultieren eine noch engere Nahrungsauswahl haben und fast ausschließlich die in Südamerika vorkommende Blätter fressen. Zudem lassen sich die gemächlichen Einzelgänger schwer züchten, weil sie höchstens ein Junges pro Jahr bekommen und das frühstens in einem Alter von drei bis vier Jahren – wenn überhaupt. Denn auch bei ihrer Fortpflanzung lassen sich die gemächlichen Vierbeiner Zeit.

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Faultiere
Die Spitzenreiter im Energiesparen

Energiesparer der Extraklasse
Die Überlebensstrategie des Faultiers

Merkwürdige Wirbel
Was das Rückgrat der Faultiere so besonders macht

An das Nahrungsangebot angepasst
Die energiearme Ernährung der Faultiere

Gut getarnt ist halb gewonnen
Schutzmethoden der Faultiere vor Fressfeinden

Die Vorfahren der Faultiere
Bodenlebende Giganten statt Baumbewohner

Rätselhaftes Ende
Warum starben die Riesenfaultiere aus?

Vom Menschen bedroht
Gefahren heutiger Faultiere

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