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Vision mit Anlaufschwierigkeiten

Erster Prototyp bereits vor 25 Jahren

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Nicht selten beruhen große Erfindungen auf einem bestechend einfachen Prinzip und manchmal müssen mehr als 100 Jahre vergehen, bis sie der Menschheit nützen können. Bereits 1903 hatte der spanische Ingenieur Colonel Isidoro Cabanyes die Idee zu einem Sonnenkraftwerk. Dabei war ihm die Bedeutung erneuerbarer Energien durchaus bewusst. Ökologie und Ökonomie zu verbinden ist nicht erst Anliegen unserer Tage.

Doch erst 1982 knüpfte der Stuttgarter Ingenieurwissenschaftler Professor Jörg Schlaich an Cabanyes’ Erfindung an: Er entwickelte und baute den Prototyp des ersten Aufwind- oder Solarthermischen Kraftwerks im Spanischen Manzanares.

Einfaches Prinzip

Das Prinzip: Die durch die Sonne unter einem Glasdach erwärmte Luft strömt zu einem Schlot (Aufwindkamin), steigt darin wie in einem Schornstein nach oben und zieht kalte Luft nach. © RUB

„Das Prinzip ist denkbar einfach, durch ein großes Glasdach strahlt die Sonne auf den möglichst dunklen Boden und erwärmt die Luft. Das Dach steigt zu einem Schlot in seinem Zentrum hin leicht an. Dorthin strömt die erwärmte Luft. Wie in jedem Schornstein steigt sie auch hier nach oben und zieht kalte Luft nach. Dieser Kreislauf liefert Energie – und die bleibt nicht ungenutzt. Kinetische Energie wird umgewandelt, indem sie erst Ventilatoren, dann Stromgeneratoren antreibt – einfacher geht’s nicht!“, schildert angetan der Windingenieur Professor Hans-Jürgen Niemann.

Gemeinsam mit dem Tragwerksplaner Professor Wilfried Krätzig – wie Niemann Emeritus der Ruhr-Universität Bochum und reich an Erfahrung in besonders kniffligen Projekten – bringt er sein Wissen heute in die Ingenieurgesellschaften Niemann&Partner sowie Krätzig &Partner ein.

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Ein internationales Team

Sie gehören mit dem Bochumer Ingenieur Professor Rüdiger Höffer und seinem Wuppertaler Kollegen Professor Reinhard Harte zu einer Gruppe, die sich seit sieben Jahren mit dem Thema Aufwindkraftwerk befasst und die Technologie nun verstärkt vorantreiben will.

Die NRW Ingenieurwissenschaftler arbeiten eng mit den Professoren Theodor W. Backström, Detlev G. Kröger und Gideon P. A. G. van Zijl von der Universität Stellenbosch, Südafrika, zusammen. Zudem sind die Firma GreenTower ldt., Pretoria, und verschiedene deutsche Industriepartner beteiligt.

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Stand: 02.05.2008

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Inhalt des Dossiers

Schlanke Giganten
Vision Aufwindkraftwerk

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