Unbekannte Vielfalt - scinexx | Das Wissensmagazin
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Unbekannte Vielfalt

Neue Arten und Varianten

Die Artenzahl gilt oft als das Maß, mit dem die Vielfalt des Lebens gemessen wird. Entsprechend erhöht das Entdecken und Beschreiben einer Art die Diversität, während das Aussterben einer bekannten Art sie vermindert. Jahrtausende der Entdeckung und zwei Jahrhunderte der Artbeschreibung könnten, in Kombination mit dem Aussterben, die Möglichkeiten verringert haben, neue Arten zu finden. Stattdessen haben aber neue Technologien, das Vordringen in neue Regionen und neue Effizienz beim Bestimmen und Archivieren die Entdeckung neuer Arten und das Anwachsen der bekannten Vielfalt beschleunigt.

Mehr Neues als Altes

Das Meer ist noch weit davon entfernt, „ausgeforscht“ zu sein. Immer häufiger zeigen Entdeckungen, dass es offenbar weitaus mehr neue, noch unbekannte Arten in den Meeren gibt, als alle bisher schon bekannten zusammen. Während dreier Expeditionen von jeweils mehreren Monaten haben Census-Antarktisforscher mehr neue als schon bekannte Arten an Bord geholt, als sie die Tiefen des weitab gelegenen Südlichen Ozeans beprobten.

Gliederfüßer aus der Gruppe der Galatheiden und Chirostyliden © R. Webber / Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa

Gliedertier-Vielfalt

Wissenschaftler haben eine große Anzahl von Gliederfüßlern der Gruppe der Galatheiden auf den Seebergketten nördlich von Neuseeland gefunden. Wenn diese Tiere ihren Schwanz unter ihren Körper schlagen, sehen sie aus, als wenn sie sich hinhocken. Forscher haben über 611 Arten von Galatheoidea alleine im Indischen Ozean entdeckt, davon einige neue.

Komoki in antarktischen Gewässern

Komokiacea oder ‘Komokis’ sind die häufigsten Foraminiferen, Einzeller, die Scheinfüßchen zur Fortbewegung und Nahrungssuche benutzen. Im Weddellmeer, wo Eis 1915 das Schiff des Antarktisforschers Shackleton zerdrückte, fanden Census- Polarforscher 59 Arten, davon mindestens 42 neue, die zu den Komokis gehören oder mit ihnen verwandt sind.

Verdopplung des Zooplanktons

Zooplanktonforscher haben drei neue Gattungen und 31 neue Arten von Copepoden und Mysidaceen, kleinen Krebsen, in südostasiatischen, australischen, und neuseeländischen Gewässern entdeckt. Die Auswertung von Proben von Orten besonders hoher Artenvielfalt aus der Tiefsee und anderen wenig erforschten Gebieten ist auf dem besten Wege, die Zahl der bekannten Zooplanktonarten zu verdoppeln.

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Stand: 12.01.2007

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Die große Zählung
Bestandsaufnahme in den Meeren der Welt

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Heißer, tiefer, weiter…
Marine Rekorde in Hülle und Fülle

Überraschungen in der Tiefe
Lebende Fossilien und Riesenschwärme

Unbekannte Vielfalt
Neue Arten und Varianten

Kauende Tintenfische und pelzige Krabben
Sonderlinge unter den Entdeckungen

„Rush-Hour“ und Nadel im Heuhaufen
Der Verteilung auf der Spur

Nach oben offen…
Bestandslisten noch lange nicht vollständig

Wieviel wovon und wo?
Datensammler unterwegs

Eine Frage der Dichte…
Quantitative Auswertung mit neuen Methoden

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