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Das Wichtigste in Kürze

Überblick

  • Drahtlose Sensornetze sind Rechnernetze aus Kleinst-Computern, so genannten Sensorknoten, die untereinander ohne Verkabelung in Kontakt stehen und eine gemeinsame Aufgabe bewältigen.
  • Sensornetze sind bisher vor allem Forschungsgegenstand. Prototypen kamen bereits zum Einsatz, jedoch meist innerhalb universitärer Untersuchungen und Experimente.
  • Als Smart Dust werden die Netze deshalb bezeichnet, weil die Vision dieser Zukunftstechnologie vorsieht, dass ein einzelner Sensorknoten nicht größer als ein Kubikmillimeter sein soll und die Netze als „intelligenter Staub“ nahezu unsichtbar in die Umwelt ausgebracht werden.
  • Sensornetze sind selbstorganisierend und selbstkonfigurierend.
  • Ein Sensorknoten oder Mote (Staubkörnchen) besteht aus einem oder mehreren Sensoren, einem Prozessor, der Kommunikationseinheit und einer Energiequelle.
  • Die Sensoren der Motes sammeln Daten über das von ihnen jeweils überwachte Medium. In einem weiteren Schritt werten sie die Daten selbstständig aus und senden das aufbereitete Material an andere Knoten. Die Motes stimmen ihr Verhalten untereinander ab, so dass sie beispielsweise aufgrund eines bestimmten Datensatzes gemeinsam eine neue Aufgabe definieren können.
  • Die Kommunikation zwischen den Sensorknoten erfolgt entweder durch optische Techniken mit Lasern oder durch Funkwellen.
  • Bisherige Motes sind meist noch mehrere Kubikzentimeter groß. Der limitierende Faktor für die Größe ist bisher die Energieversorgung durch Batterien.
  • Um Sensorknoten auf eine Größe von einem oder wenigen Kubikmillimetern zu schrumpfen, müssten sie aus parasitären Energiequellen gespeist werden, zum Beispiel durch Photovoltaik, Bewegungs- oder Vibrationsenergie.
  • Der Einsatz von Sensornetzen zeichnet sich bisher vor allem in der Medizin, der Haustechnik und bei der Überwachung industrieller Prozesse ab.
  • Sensornetze gelten als eine grundlegende Technologie des Ubiquitous Computing, der allgegenwärtigen Rechner, das zu einem „Internet der Dinge“ führen soll, bei dem alle Gegenstände in gewisser Hinsicht „intelligent“ sind und miteinander vernetzt sind.
  • Als nachteilige Effekte der Technologie gelten bisher vor allem Fragen des Datenschutzes. Ein anderer Kritikpunkt, die Auswirkungen der Funktechnik auf den menschlichen Organismus, besteht bisher noch Unklarheit. Auch das ist Gegenstand aktueller Forschungen.
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Stand: 01.04.2006

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Smart Dust
Die unsichtbaren Computernetze der Zukunft

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

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Links zum Thema

RFID – und einen Schritt weiter
Von passiven Chips zu aktiven Knoten

Smart Dust – Schlauer Staub
Das US-Militär hat eine Vision

Wie Informatiker einen Sack Flöhe hüten
Die Organisation drahtloser Sensornetze

Wenn Sensoren den Alarm verschlafen
Stromsparen ist überlebenswichtig

Laser-Show oder Funkkontakt?
Kommunikation zwischen Sensorknoten

Heimliches Lauschen und Schwatzhaftigkeit
Fehlverhalten bei Sensoren

Der vernetzte Mensch
Body Sensor Networks

Tierpfleger, Winzer, Feuerwehr
Was Sensornetze können – sollen

Sehen, hören, weitersagen
Schlaue Chips und Sensoren und der Datenschutz

Warum der Erfolg bisher ausblieb
Interview zu Sensornetzen in der Praxis

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