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Das Wichtigste in Kürze

Überblick

  • Im Jahr 1987 kam das erste Medikament gegen HIV auf den Markt, heute sind es bereits rund 20. Die Präparate versuchen die Vermehrung der Viren zu verhindern und so die "Viruslast" im Körper möglichst gering zu halten.
  • 1996 wurde die Kombinationstherapie eingeführt – die so genannte HAART (Highly Active Antiretroviral Therapy), bei der mehrere Präparate unterschiedlicher Wirkstoffklassen gleichzeitig gegeben werden.
  • Die wachsende Zahl der Medikamente und die Verbreitung resistenter Viren erschwert den Medizinern heute die Wahl der richtigen Kombinationstherapie immens.
  • Den Medizinern helfen seit geraumer Zeit Forscher, die auf den ersten Blick mit der Virologie und den biologischen Vorgängen im Körper des Menschen so gar nichts gemein haben – Mathematiker.
  • Mithilfe mathematischer Verfahren bringen die Experten ihren Computern bei vorherzusagen, gegen welche Medikamente die Viren im Blut des Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit resistent sind – und welche Medikamente möglicherweise noch anschlagen.
  • Mittlerweile können die digitalen Diagnosewerkzeuge sogar abschätzen, wie schnell sich bei der einen oder anderen HAART-Kombination bei verschiedenen Patienten bestimmte Mutationen durchsetzen werden.
  • Viele Mediziner verschreiben inzwischen keine neue HAART-Kombination mehr, ohne sich vorher mit digitalen Diagnosewerkzeugen wie Geno2Pheno abzusichern.
  • Derzeit arbeiten die Bioinformatiker daran, mit den mathematischen Modellen auf ein bislang wenig bearbeitetes Feld der HIV-Forschung vorzustoßen: Sie wollen herausfinden, wie die Entwicklung von Mutationen mit dem so genannten Genetischen Background der Viren, aber auch des Menschen verknüpft ist.
  • So gibt es zum einen Anzeichen dafür, dass eine ganze Reihe bislang wenig beachteter Mutationen im Virenerbgut die Entwicklung von Resistenzen mit beeinflussen. Die Wissenschaftler konnten mit ihren Berechnungen zeigen, dass manche bislang unbeachtete Mutationen auffallend häufig mit altbekannten Mutationen neu einhergehen.
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Stand: 06.04.2006

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Aids-Therapie aus dem Computer
Informatiker als "Assistenzärzte"

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Nebenwirkungen inklusive
Wie HI-Viren in Schach gehalten werden…

Wo Medikamente angreifen
HI-Viren und ihre Schwachstellen

Ein mathematischer „Assistenzarzt“
Digitale Werkzeuge zur Diagnose

Lauter Nullen und Einsen
Fleissarbeit mit Aminosäuren

Fahndung nach dem Resistenzrisiko
Computer erarbeitet Entscheidungsbaum

Angriff auf den zweiten Griff
Resistenzvorhersage als Entscheidungshilfe für Ärzte

Erfolg an der genetischen Barriere
Wie schnell tritt eine erwartete Resistenz ein?

Diaschauen zum Thema

keine Diaschauen verknüpft

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