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Das Wichtigste in Kürze

Überblick

  • Müll ist heute ein Wirtschaftsfaktor. Insbesondere die Entsorgung und Wiederverwertung von Verpackungs- und Kunststoffmüll ernährt mittlerweile eine ganze Branche.
  • Seit Juni 2005 darf in Deutschland kein Restmüll mehr auf Deponien gebracht werden, ohne zuvor aufbereitet worden zu sein. Da dies teuer ist, steigt der Ansturm auf die Müllverbrennungsanlagen und wachsen die Bestrebungen, den Anteil des Restmülls im Haushaltsmüll zu verkleinern – beispielsweise durch effektivere Mülltrennung.
  • Seit 1990 sollen Verkaufsverpackungen nicht mehr im Restmüll der Haushalte landen, so eine Richtlinie der Bundesregierung. Die Verpackungshersteller delegierten ihren damit verbundenen Entsorgungsauftrag an das Sammelsystem des Dualen Systems Deutschland (DSD).
  • Der DSD nimmt Lizenzgebühren von allen beteiligten Herstellern, die in Teilen auf die Verpackungen umgeschlagen werden. Nicht alle Kunststoffhersteller beteiligen sich am System, dennoch landen auch ihre Verpackungen in der Regel in den gelben Tonnen – sozusagen als „Schwarzfahrer“ – und werden mit entsorgt.
  • Aus den Tonnen und Containern des „Grünen Punkts“ gelangt der Verpackungsmüll in Sortieranlagen, wo sich entscheidet, ob ein Kunststoffprodukt als Sekundärrohstoff zu Granulat gehäckselt und eingeschmolzen wird oder aber, wie im Falle von PET-Flaschen, nach entsprechender Behandlung wieder in den Umlauf gebracht werden kann.
  • Plastikmüll, insbesondere wenn er die Isolierung reiner Rohstoffe, wie beispielsweise Polypropylen oder PET, erlaubt, stellt eine wertvolle Rohstoffquelle dar, denn die Preise für Rohmaterialien steigen.
  • Verpackungen aus gemischten Kunstoffen können und dürfen aus hygienischen Gründen nach dem recyceln nicht mehr in der Lebensmittelbranche eingesetzt werden. Alternative ist jedoch der Einsatz als Rohstoffe in der Stahlindustrie oder sogar als Lieferant für Brennstoffe zur Energieerzeugung.
  • Im Gegensatz zum Verpackungsmüll ist die Entsorgung von Elektroschrott, für den seit März 2006 ebenfalls eine Rücknahmepflicht seitens der Hersteller besteht, noch relativ ungeregelt. Infrastrukturen, aber auch Technologien müssen noch weiter entwickelt werden.
  • Seit Mai 2006 wurde auch bei Getränken einiges umgestellt: Mit dem Ablaufen der einjährigen Übergangsfrist wird nicht mehr nach Herkunft und Hersteller sortiert. Was zählt, ist nur das Material der Verpackung: Glas, PET oder Dose.
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Stand: 09.06.2006

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Alles für die Tonne
Was geschieht mit unserem Müll?

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Zum Weiterlesen
Links und Literatur

Recycling – von der Öko-Idee zum Boom-Sektor
Machen die Gewinne der Wiederverwertung demnächst Müllgebühren überflüssig?

Das ewige Leben eines Joghurtbechers
Blau, Grau oder Gelb – in welchen Container kommt der Müll?

Vom Kunststoffmüll zum Fleece-Pullover
Warum Sortieranlagen das Herzstück für Recycling sind

Der Grüne Punkt – Exportschlager einer Kreislaufwirtschaft
Wie Selbstentsorger das System austricksen

Startschuss für das Elektro-Recycling
Bald ein Duales System für elektrische Geräte?

Restmüll – Alles nur nicht recyclebar?
Auch die Reste liefern noch gute Dienste

Pfand für Alle!
Die neue Pfandregel soll das Chaos wieder übersichtlich machen

Nie wieder Müllgebühren?
Ein Fazit

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