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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Michail Wassiliewitsch Lomonossow wird 1711 an der äußersten Grenze des Zarenreiches im Nordwesten geboren. Als Sohn eines Bauern und Fischers soll er auf dem Weißen Meer das Fischerhandwerk lernen – stattdessen begeistert ihn die Natur des Polarmeeres.
  • Mit 19 Jahren verlässt er seine Heimat und wird unter glücklichen Umständen im Zaikonospasski-Kloster in Moskau aufgenommen. Angeschlossen ist die beste Hochschule der Stadt.
  • 1736 schickt ihn die Schule an die noch junge Akademie der Wissenschaften in Petersburg. Dort lernt er unter führenden Wissenschaftlern Europas wie dem Schweizer Mathematiker Leonhard Euler und dem deutschen Physiker Georg Kraft.
  • Als russischer Austauschstudent wird Lomonossow nur ein halbes Jahr später von der Akademie an die Uni Marburg gesendet, um Chemie zu studieren. Von dort wird er mit zwei anderen russischen Studenten nach Freiberg versetzt. Es folgt das Studium von Bergbau und Metallurgie.
  • Zurück in Petersburg wird er 1745 zum Professor der Chemie ernannt und richtet in seinem eigenen Haus 1748 das erste Chemielabor Russlands ein. Als erster Russe in der Akademie übersetzt er Lehrschriften aus Latein und Deutsch in die Landessprache, um die Wissenschaften auch seinen Mitbürgern zugänglich zu machen.
  • Mithilfe der Zarin Elisabeth I. gründet er 1755 die Moskauer Universität gezielt für die Ausbildung nichtadliger Studenten. Das Studium ist kostenlos.
  • Durch seine Forschungen begründet er die Wissenschaft der physikalischen Chemie. 1777 erscheint das Lonomossow-Lavoisier-Gesetz: In Zusammenarbeit mit dem Franzosen Lavoisier entdeckt er, dass sich verbrennende Metalle mit Luft verbinden.
  • Nebenbei studiert Lomonossow noch die Glasproduktion und entwirft verschiedene Methoden das bislang farblose Glas einzufärben. Bei der Erforschung von Elektrizität jedoch verunglückt sein deutscher Kollege Georg Wilhelm Richmann tödlich.
  • Mit seinen Büchern über Geologie und Bergbau legt er den Grundstein für methodisches Arbeiten in der Metallurgie Russlands. Das Werk „Erste Grundlagen der Metallurgie und des Bergbaus“ wird von der Akademie an alle Berg- und Hüttenwerke verschickt.
  • Der Universalgelehrte veranlasst im Gegenzug, dass Gesteinsproben aus allen Ecken Russlands an die Akademie geschickt werden, um einen vollständigen Gesteins-Katalog des Landes zu erstellen.
  • Nicht nur die Naturwissenschaften haben es Lomonossow angetan: Als begeisterter Poet liebt er die russische Sprache. 1757 veröffentlicht er eine moderne Grammatik des Russischen – hauptsächlich um sie als Unterrichtssprache nutzbar zu machen.
  • Mit 54 Jahren stirbt Lomonossow 1765 in Moskau, ohne den Aufbruch einer von ihm geplanten Expedition zur Erforschung des Seeweges nach Indien zu erleben. Aber er hinterlässt zahllose Errungenschaften in der Chemie, Physik, Geologie, Astrologie, Meteorologie, Ozeanologie und Philologie.
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Stand: 28.07.2006

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Michail Wassiliewitsch Lomonossow
Der Begründer der Wissenschaft in Russland

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Flucht aus der Leibeigenschaft
Vom Bauernsohn zum Musterschüler

Als Austauschstudent in Deutschland
Lehrjahre in Marburg und Freiberg

Der Vollstrecker des Zaren
Lomonossow im akademischen Dienst

Von der Erhaltung der Masse
Experimentalforscher aus Leidenschaft

Tipps für russische Bergarbeiter
Praktische Geologie und Grundlagenforschung

Russisch als Leidenschaft
Der Sprach-Reformer

Die letzten Jahre …
… und was der Nachwelt erhalten blieb

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