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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit drei Jahren steht der Mars unter kontinuierlicher Beobachtung: Drei verschiedenen Sonden tummeln sich in der Umlaufbahn des Roten Planeten, auf der Oberfläche fahren zwei Roboterfahrzeuge der NASA umher und nehmen die Landschaft direkt unter die Lupe.
  • Eine der bisher erfolgreichsten Mars-Missionen ist die ESA-Sonde Mars Express. Mehr als 3.800 Marsumrundungen hat der Orbiter mit seiner High Resolution Stereo Camera (HRSC) an Bord nunmehr hinter sich – und liefert damit bis heute immer wieder überraschende und faszinierende Einblicke in die Geheimnisse des Roten Planeten.
  • Im März 2007 haben neue Radarmessungen der ESA-Sonde Mars Express erstmals einen entscheidenden Durchbruch geliefert: Denn sie enthüllten, dass im Eis des marsianischen Südpols genügend Wassereis gebunden ist, um in flüssiger Form den Planeten mit einer elf Meter dicken Wasserschicht zu bedecken.
  • Neben der ESA-Sonde sind auch die beiden NASA-Sonden Mars Odyssey und Mars Reconnaissance Orbiter in der Umlaufbahn aktiv – erstere seit nunmehr fast sechs Jahren, letztere seit gut einem Jahr.
  • Im Dezember 2006 sorgten neue Aufnahmen der NASA-Sonde Mars Global Surveyor für eine kleine Sensation: Denn sie deuteten erstmals auf die – zumindest temporäre – Existenz von flüssigem Wasser auf dem heutigen Mars hin. Entscheidendes Indiz dafür: Frische, erst in den letzen sieben Jahren entstandene Sediment-Ablagerungen in einer Kraterwand.
  • Fast genauso lang wie Mars Express, nämlich seit Januar 2004, sind mit „Spirit“ und „Opportunity“ zwei NASA-Rover im Dienst. Und auch sie haben bereits zahlreiche Aufsehen erregende Neuigkeiten übermittelt.
  • Im November 2005 zeigte eine umfassende Analyse der Daten des Mars Rovers Opportunity aus seinem Untersuchungsgebiet der Meridiani Planum, dass hier die Umweltbedingungen sehr lebensfeindlich sind. Extrem sauer und stark oxidierend ähneln sie chemisch und mineralogisch denen des Rio Tinto in Spanien, einem giftigen Habitat, in dem nur speziell angepasste Mikroben überdauern.
  • Ebenfalls Ende 2005 entdeckte Opportunity den Rest eines Kleinplaneten. Denn was zunächst aussah wie ein Gesteinsbrocken, war in Wirklichkeit ein Stück Metall aus einer Eisen-Nickel-Legierung – ein Eisenmeteorit von einem anderen Planeten.
  • Im März 2007 modellierten Forscher mithilfe eines neu entwickelten Strahlendosis-Modells die Strahlenresistenz und Überlebensdauer von verschiedenen terrestrischen Mikroben unter der ermittelten durchschnittlichen Strahlenbelastung verschiedener Marshabitate. Ihr Ergebnis: Leben, wenn es das denn auf dem Mars gibt, ist wahrscheinlich erst ab ein paar Metern Tiefe unter der Oberfläche möglich.
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Stand: 05.04.2007

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Mars - das Update
Neue Ergebnisse der aktuellen Mars-Missionen

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Unter Beobachtung…
Ein irdisches „Auge“ in der Umlaufbahn

„Alien“-Stein und Schwefelsand
NASA-Rover entdecken Überraschendes

Wasser im Überfluss...
...aber als Eis gebunden

Flüssiges Wasser – vielleicht noch heute?
Neue Rinnen könnten durch Wasser entstanden sein

Leben – ja oder nein?
Rover-Ergebnisse deuten auf eher lebensfeindliche Bedingungen hin

Versteck unter der Oberfläche?
Frage nach Leben in der Vergangenheit oder heute noch immer unbeantwortet

Wie geht es weiter?
Die nächsten Marsmissionen

Chronik
Von Mars 1 bis Mars Reconnaissance Orbiter

Diaschauen zum Thema

News zum Thema

Höhlen auf dem Mars?
Flecken deuten auf mögliche Öffnungen zu Hohlräumen im Untergrund hin

Wanderkarten für den Mars
Die ersten topographischen Karten zeigen die marsianische Landschaft im Detail

Kam das Leben doch vom Mars?
Bakterien als Weltraumtouristen

Spurensuche auf dem Mars
Forschern entwickeln neue Technik für ExoMars-Mission

Ungewöhnliches Mineral erklärt Mars-Landschaft
Gräben und Canyons ohne Wassererosion und reißende Fluten entstanden?

Marsianischer “Wüstenlack” als Lebensindiz?
Kieselsäureüberzug des Gesteins konserviert Lebensspuren

Kein Lärm auf dem Mars
Simulation gibt Aufschluss über Schallausbreitung auf den Roten Planeten

Marsmeteorit in der Antarktis?
Polarflugzeug kehrt aus der Antarktis zurück

Mars schleudert Ionen
Aurora über dem Roten Planeten nachgewiesen

„See“ aus Wassereis im Marsboden aufgespürt
Radarsystem findet versteckte Eisablagerungen und Krater

Mars-Ionosphäre ist dreischichtig
Heiße Meteore erzeugen geladene Atmosphenschicht

Mars auch früher lebensfeindlich?
Bedingungen in Meridiani Planum zu extrem für Entstehung von Leben

Mars: Und er bewegte sich doch…
Magnetfeldkarte deutet auf Existenz von Plattentektonik hin

Dossiers zum Thema

Venus - Kaprizen einer Diva

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