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Das Wichtigste in Kürze

Überblick

  • Im Jahr 2007 gab es weltweit 42 Kriege und bewaffnete Konflikte. Dies ist der niedrigste Stand seit 15 Jahren.
  • Ebenfalls im vergangenen Jahr sind neun Kriege beendet worden. Dem gegenüber stehen sechs Konflikte, die eskaliert sind und sich zu Kriegen entwickelt haben.
  • Die Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) der Universität Hamburg führt eine Statistik über die Kriege seit 1945. Seinen Höhepunkt erreichte das Kriegsgeschehen 1992 mit 55 Kriegen. Die Zahl der „echten“ Kriege liegt seit 2002 jeweils unter 30 und damit auf dem niedrigsten Stand seit Mitte der 1960er Jahre.
  • Als Krieg definiert die AKUF einen gewaltsamen Massenkonflikt mit diesen Merkmalen: an den Kämpfen sind zwei oder mehr bewaffnete Streitkräfte beteiligt, mindestens auf einer Seite reguläre Streitkräfte der Regierung (Militär, paramilitärische Verbände, Polizeieinheiten); beide Seiten haben eine zentrale Organisation; die bewaffneten Operationen sind andauernd und keine spontanen Zusammenstöße, es gibt eine planmäßige Strategie.
  • Ein bewaffneter Konflikt ist demnach eine Auseinandersetzung, die nicht alle Merkmale eines Krieges besitzt.
  • Die Gründe für Kriege sind sehr unterschiedlich: Differenzen zwischen ethnischen Gruppen, unterschiedliche Religion oder Weltanschauung, Streitigkeiten über den Verlauf von Grenzen, innenpolitische Machtkämpfe. Oft liegt Ursache für diese Gründe wiederum tiefer und lässt sich auf den Kampf um Ressourcen zurückführen.
  • Der Klimawandel wird das Potential für Konflikte vermutlich noch verstärken. Denn durch sich stark verändernde Umweltbedingungen, Extremwetter-Ereignisse und Naturkatastrophen werden vor allem die grundlegenden Lebensbedingungen für Menschen negativ beeinflusst werden.
  • Die Ressourcen, die die menschlichen Grundbedürfnisse betreffen, sind vor allem Trinkwasser, Boden für Landwirtschaft und Wohnraum sowie Energieressourcen.
  • Gefährdet sind diese Ressourcen durch den Anstieg des Meersspiegels und dadurch verschwindenden Lebensraum, durch die Gletscherschmelze und damit einhergehende Überflutungen und Süßwassermangel, Desertifikation, Wirbelstürme.
  • Daraus werden sich wiederum erhebliche Gesundheitsrisiken für die in gefährdeten Gebieten lebende Bevölkerung ergeben.
  • Den künftigen Konflikten vorausgehen werden große Migrationsbewegungen, da besonders gefährdete Völkergruppen den Risiken entgehen möchten.
  • Zu den gefährdeten Grundbedürfnissen des Menschen kommen knapper werdende Ressourcen, die die Aufrechterhaltung der globalen Wirtschaftsstrukturen gefährden, wie Erdöl- und Erdgas sowie alle anderen Rohstoffe wie Kohle, Eisenerz, Kupfer oder Uran.
  • Bereits in heutigen Kriegen spiegeln sich die Gefahren künftiger Konflikte, wie zum Beispiel im Irak, im Sudan, in Somalia und im Kongo oder in Myanmar.
  • Die vermutlich am meisten vom Klimawandel betroffenen Gebiete mit sich daraus ergebenden potentiellen Konflikten sind das nördliche und südliche Afrika, Zentralasien, der Nahe und mittlere Osten sowie der indische Subkontinent und Südostasien.
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Stand: 10.05.2008

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Kampf um Ressourcen
Mangel als Ursache und Verstärker von Krisen

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Mitten hinein ins Junta-Regime
Zyklon „Nargis“ ist nur ein Teil des Dramas

Sprit statt Brot
Wie Biokraftstoff weltweit den Hunger fördert

Ewiger Kampf um’s Öl
Worum geht es eigentlich noch im Irak?

„Wie der Zweite Weltkrieg“
Der Bürgerkrieg im Kongo

Klimawandel als Kriegsursache
Die Krisenherde der Zukunft

Diaschauen zum Thema

News zum Thema

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