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Das Wichtigste in Kürze

Überblick

  • Der erste offizielle „Polartag“ des internationalen Polarjahres ist dem Meereis gewidmet. Am 21. September 2007 steht dieses im Mittelpunkt nicht nur von zahlreichen Forschungsprojekten, sondern auch von vielen öffentlichkeitswirksamen Aktionen weltweit. Mehr als 30 internationale wissenschaftliche Vorhaben beschäftigen sich zurzeit mit dem Thema Meereis.
  • Das Polarjahr 2007/08 fällt in eine Zeit, in der der Klimawandel und seine möglichen Auswirkungen im Mittelpunkt des globalen Interesses stehen. Das Meereis wiederum spielt eine bedeutende Rolle für das Klima. So reflektiert die Eisschicht etwa fünfmal mehr Sonnenstrahlung als Wasser. Auf diese Weise werden ungefähr 80 Prozent der einfallenden Sonnenstrahlung zurück ins All geworfen.
  • Wenn die Eisdecke über weiten Teilen der Polarmeere fehlt, absorbiert das offen liegende Meerwasser einen Großteil der solaren Strahlungsenergie statt sie zu reflektieren. Als Folge erwärmt sich der Ozean und auch die Atmosphäre. Das wiederum lässt noch mehr Eis schmelzen – ein fataler Teufelskreis beginnt.
  • Doch das Meereis ist nicht nur ein wichtiger Klimafaktor, es stellt auch einen wertvollen Lebensraum dar: Im Meereis leben vor allem einzellige Organismen, winzige Algen, Würmer und Krebschen. Sie bilden die Basis der marinen Nahrungskette und ernähren letztlich sogar die Riesen unter den Meeresbewohnern wie den Blauwal.
  • An Bord des Forschungsschiffes Polarstern sind zurzeit 50 Wissenschaftler unterwegs, um die Meeresgebiete in der zentralen Arktis zu untersuchen. Dazu gehören auch Meereisbiologen des Instituts für Polarökologie der Universität Kiel. Sie untersuchen die Tiere und Pflanzen, die im und unter dem Eis leben. Sie nutzen damit die Chance, dieses vom Untergang bedrohte Ökosystem zu erforschen.
  • Ende August 2007 startete ein besonders außergewöhnliches Projekt des internationalen Polarjahrs, das vor allem der Erforschung des Meereises dient. 36 Wissenschaftler an Bord der russischen Nordpol Driftstation NP-35 werden acht Monate ohne Schiffsantrieb und ohne Route durch das arktische Meer driften und dabei Messungen durchführen.
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Stand: 21.09.2007

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Meereis adé?
Erster internationaler Polartag für eine schwindende Eiswelt

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Klimaindikator Meereis
Schwund so groß wie nie zuvor

Lebensraum Meereis
Das schwindende Eis bedroht die Existenz von Menschen und Tieren

Expedition sucht nach Spuren vor Ort
Interdisziplinäres Forscherteam an Bord der Polarstern

Zum Nordpol auf einer Eisscholle
Russische Driftstation bleibt acht Monate im Eis

Per Luftschiff zum Nordpol
Zeppelinexpedition soll Meereis der Arktis vermessen

Diaschauen zum Thema

News zum Thema

Nordwestpassage nahezu eisfrei
Arktisches Meereis erreicht historischen TIefstand

Meereis schmilzt rasant
Aufnahme des Klima- und Ökosystems des Arktischen Ozeans

Antarktis: Rätsel um „Loch im Eis“ gelöst
Forscher erklären Phänomen der Weddell Polynya aus dem Jahr 1974

Grönlands Gletscher: vor oder zurück?
Forscher vermessen Bewegungen des Jakobshavn Isbrae-Gletschers

Arktische Seen verschwinden
Ökologische Folgen des Klimawandels im hohen Norden sichtbar

Eisberge als Oasen des Lebens
Biologische Produktivität um 40 Prozent erhöht

„Coole Klassen“ gegen Klimawandel
Schulprojekte im Internationalen Polarjahr 2007/08

Antarktische Tiefsee wimmelt vor Leben
Forscher beschreiben systematisch die riesige Artenvielfalt in der antarktischen Tiefsee

Gespür für Eis und Klima
Communicator-Preis 2007 geht an Bremerhavener Polarforscher

Dossiers zum Thema

Permafrost - Kalter Boden und seine globale Bedeutung

Meereis - Wimmelndes Leben in salzigen Kanälen

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